Garten: Auf geht’s

Bartblume 2Frisch entdeckt:
Bartblume
Für blau-duftende Momente im spätsommer-herbstlichen Garten: Bartblumen sind die Eyecatcher! An grausilbrigen Trieben tragen die knie- bis hüfthohen Kleinsträucher graugrüne Blätter und büschelweise filigrane Blüten in strahlendem Blau, alle Teile duften intensiv herbwürzig beim Darüberstreichen. Gut hitze- und trockenheitsverträglich im Sommer, winterhart – nur in sehr rauen Lagen ist leichter Winterschutz ratsam – und alljährlich ein Magnet für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Bartblumen (Caryopteris × clandonensis) gibt es vorwiegend in zwei Farbsorten, ‚Heavenly Blue‘ und ‚Kew Blue‘. Im Frühjahr unbedingt kräftig zurückschneiden, denn neue Blüten entwickeln sich nur an neuen Trieben.

Wetterregel:
Ein guter Septemberregen kommt nie ungelegen.

Herbstpflanzung HeidekraeuterFür einen bunten Herbst
Greifen Sie zu, die Auswahl an hübschen Herbstblühern und Blattschmuck ist gerade besonders groß. Mit Erika, Alpenveilchen, Purpurgünsel, Astern, buntlaubigen Seggen und Salbei, aber auch Purpurglöckchen (Heuchera) in bezaubernden Blattfarben kommen Balkonkästen und Kübel noch einmal groß raus. Anders als im Frühjahr, wo man weite Pflanzabstände einhält, dürfen Sie jetzt ruhig dicht an dicht setzen. Die kleinen Stauden, Zwergsträucher und Gräser wachsen kaum noch – da wirkt eine enge Gruppierung besonders gelungen.

TomatenernteFür eine gute Ernte
So leicht und rasch wie Tomaten in den heißen Sommerwochen reiften, so schwer und langsam tun sie sich mit der zunehmenden kühlen Witterung. Damit die letzten Früchte noch gut wachsen und schön rot werden, alle Blütenrispen entfernen, die sich oft noch bilden. Daraus kann man ohnehin keine schönen Früchte mehr erwarten. Tomaten wie Zucchini und Gurken weiterhin, wenn auch nicht mehr so ausgiebig gießen und nochmals leicht düngen, am besten mit Kräuterbrühe oder Pflanzenjauche.

Bauerngarten BuchsbaumheckenFür einen grünen Rahmen
Mildere Temperaturen und feuchtere Verhältnisse: ideale Gelegenheit, um selber Buchsbäumchen zu ziehen. Dafür schneiden Sie Stecklinge, etwa finger- bis handspannenlange, gesunde und kräftige Spitzentriebe. Lang schräg anschneiden, Blätter in unterer Hälfte entfernen. Oder Risslinge gewinnen: größeren Buchsbaumast abschneiden, Seitentriebe davon abreißen, um die Hälfte einkürzen und untere Blätter abpflücken. Stecklinge oder Risslinge in sandiges Vermehrungssubstrat topfen, dabei dürfen die untersten Blätter die Erde nicht berühren. Geschützt aufstellen, leicht feucht halten. Übrigens: eine kleine Buchshecke sieht nicht nur sehr dekorativ aus, sondern wehrt Schnecken sehr effektiv ab.

Glück aus dem Garten
Tief genug
Wenn Sie jetzt Heidekräuter pflanzen, achten Sie darauf, die Wurzelballen tief genug einzusetzen, etwa 1 bis 2 Zentimeter tiefer als sie vorher im Topf standen. Bewährt hat sich eine Mulchschicht aus Laubhäcksel oder feinem Rindensubstrat rund um frisch gepflanzte Heidegewächse. So kann der Frost sie im Winter nicht heben, wodurch sie rasch austrocknen würden.
Noch mehr Tipps wie diesen finden Sie in meinem Bayern 1-Buch „Glück aus dem Garten – mit der Gartenexpertin durch die 10 Jahreszeiten“ – erhältlich im BR-Shop und im Buchhandel.

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