Die glorreichen Sieben

Die glorreichen Sieben

Palmsonntag – Palmbuschen. Traditionell besteht ein solcher in vielen Regionen aus sieben verschiedenen Pflanzen. Diese glorreichen Sieben wählt man aus einer Reihe symbolträchtiger Gehölze aus, was eben vor der eigenen Haustür zu finden ist. Salweide (Palmkätzchen), Hasel, Eibe, Efeu, Wacholder, Stechpalme, Buchsbaum, Lärche, Eiche… Alle haben eine tiefsinnige Bedeutung:

Salweide = Frühling, Auferstehung und Neubeginn
Hasel = Weisheit und Fruchtbarkeit
Eibe = Hüterin des Lebens, Einheit von Mensch und Natur
Efeu = Ewigkeit und Treue
Wacholder = Gesundheit und ewiges Leben
Stechpalme = Dornenkrone und Blut Jesu
Buchsbaum = Unsterblichkeit
Lärche = Erneuerung, Schutzbaum
Eichenzweig mit dürrem Laub = das Vergängliche
Weil Eibe und Stechpalme unter Naturschutz stehen, ausschließlich aus dem eigenen Garten geschnitten werden dürfen, hat man sie vielfach ersetzt – beispielsweise durch Lebensbaum (Thuja).

Früher wurden die Zweige für den Palmbuschen von den Männern geschnitten und gebunden. Man hat sie bereits zu Aschermittwoch geholt und bis Samstag vor Palmsonntag aufbewahrt, um sie dann am Vortag zum Fest zu einem kunstvollen Strauß oder Gebinde zusammenzufügen.

Sonntag wurde der Palmbuschen feierlich geweiht. Die Zweige kamen dann in die gute Stube, wo sie für den Schutz vor Feuer und Unwetter und die Gesundheit der Bewohner sorgen sollten. Im Stall sollten sie Krankheiten vom Vieh abwenden, auf dem Acker die Ernte sichern.

2 Kommentare
  • Anonymous
    Antworten

    Hallo! Warum werden genau 7 Kräuter für den Palmbuschen verwendet?

    28. März 2019 um 7:52

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