Schmuck vom Baum

Die Linde – ein wahrer Herzensbaum. Schon bemerkt, dass sie jetzt voller Früchte sind? Die kleinen oliv-grünen bis bräunlichen Kapselfrüchte hängen wie Perlen an den Zweigen, verziert von hellen Blattflügeln. Bei Winterlinden (Tilia cordata) sind sie kugelrund und glatt, lassen sich leicht zerdrücken – bei den Sommerlinden (Tilia platyphyllos) zeigen sie Kanten und fühlen sich steinhart an. Man findet aber auch alle möglichen Zwischenformen, etwa bei Holländischen Linden (Tilia x europaea) oder Silberlinden (Tilia tomentosa). Warum nicht das, was den Baum schmückt, auch für Schmuck verwenden? Bietet sich doch an! Juwelen, Pretiosen, Kleinodien, Bijouterie aus der Natur!

Perlenketten und -kettchen

Kräuterpädagogin Simone Braun hat es probiert und erzählt voller Entdeckerfreude: „Milde Lindenknospen zum Naschen, feiner Salat aus Lindenblättern, grünes Lindenblättermehl für Spätzle, Semmerl und andere Köstlichkeiten, wärmender Lindenblütentee usw. Warum nicht mal die Lindenfrüchte sammeln und daraus einen ganz einfachen, aber wunderschönen Schmuck basteln?
Dazu haben wir samtige Perlen einer Winterlinde (Tilia cordata) gepflückt, sie mit einem kleinen Handbohrer durchlöchert und auf eine elastische Gummikordel (1,5 mm Durchmesser) aufgefädelt.
Bei passender Länge für ein Ketterl oder ein Armband verknoten und fertig ist der hübsche Naturschmuck! Und viel Freude hat das gemeinsame Sammeln und Basteln mit einer Freundin außerdem bereitet. Die Linde eben – Baum der Herzen, der nur so vor Lebenskraft strotzt.“

Bleibt nur zu bemerken, dass solcher Schmuck sich durch eine anfangs schmeichelnde, weil samtig zarte Oberfläche auszeichnet. Und eine erstaunliche Leichtigkeit hat, denn die Früchte wiegen kaum etwas. Mit dem Tragen schleift sich der Flaum auf den Lindenperlen ab, dafür bekommen die fruchtigen Ketten eine herrliche Patina.

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