Garten: Kübelpflanzen nicht kaltstellen

Garten: Kübelpflanzen nicht kaltstellen

Der Altweibersommer ist vorbei. Und so heißt es wieder: warm anziehen. Das gilt auch für Kübelpflanzen. Die mögen es auch warm und reagieren verschnupft, wenn man sie nachts im Kalten stehen lässt. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
St. Bruno (6.10.), der Kartäuser,
lässt Fliegen in die Häuser.

Kühl, kühler, verkühlt
Es geht rapide abwärts mit den Temperaturen. Wenn nach dem sehr milden, sehr sonnigen Altweibersommer jetzt kalte Zeiten hereinbrechen, bereitet dies vor allem exotischen Gartenschönheiten Probleme. Die Pflanzen geraten von einem Extrem ins andere und können sich dabei schnell „verkühlen“. Empfindliche Kübelpflanzen wie Schönmalve, Hibiskus, Enzianbaum, Wandelröschen oder Dipladenien sollten in den kühlen Nächten an einen geschützten Platz nahe der Hauswand gerückt werden. Die Mauer speichert die Wärme und gibt sie nachts wieder ab, das hält die Gewächse in den Töpfen wohlig warm.

Ernte, ernten, erntereif
Späte Apfelsorten, Birnen, letzte Zwetschgen, Nüsse, Quitten – der Garten spendet dieses Jahr mehr als reichlich. Geerntet werden die Früchte, sobald sie vollreif sind. Das zeigt der Farbumschlag an, wenn sich also das Obst in seiner typischen Färbung zeigt, die intensiv leuchtet. Außerdem lösen sich reife Früchte leicht vom Zweig. Geerntet wird niemals tau- oder regennass, sondern nur gut abgetrocknet. Ein Nachtfrost schadet nicht, vor der Ernte die Früchte aber erst auftauen lassen.

Samen, sammeln, Sämerei
Von Tomaten und Kürbissen schnell noch Samen ernten, für die Aussaat im nächsten Jahr. Von den besten Früchten die Samen herausholen, ein bis zwei Tage in Wasser einweichen, damit sich anhaftendes Fruchtfleisch löst. Absieben, mit viel fließendem Wasser spülen und die jetzt sauberen Samen auf Vliespapier trocknen.

Kennen Sie das?
Halbreifer Kompost
Aufgeschichtete Gartenabfälle beginnen bald zu verrotten. Je nach Zusammensetzung, Feuchtigkeit und Wärme geht das schnell oder langsam. Was an Staudenresten, Gemüseabfällen, Rasenschnitt und Gehölzhäcksel in dieser Gartensaison auf den Kompost gewandert ist, braucht sicher noch eine ganze Zeit, bis daraus wieder Erde wird. Trotzdem ist in den unteren Lagen des Komposthaufens die Rotte schon weit fortgeschritten. Es sind zwar noch deutliche Strukturen erkennbar, aber nur noch von Ästen, dickeren Stängeln. Die weichen Bestandteile sind bereits umgesetzt. Der Kompost riecht auch schon erdig. Dieser halbreife Kompost ist bereits einsatzfähig. Auf Gemüsebeete für Starkzehrer ausgebracht, wirkt eine 2-3 cm starke Schicht wie Mulch, schützt die Erde über den Winter. Im Frühjahr nur noch unterharken, fertig ist das Beet für die Saat und Pflanzung.

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