Garten: Hochsaison für lästige Insekten

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Lästigen Insekten kann es offenbar nicht heiß genug sein: Bei diesem Wetter fühlen sich zum Beispiel Fruchtfliegen oder die Weiße Fliege pudelwohl. Einer Masseninvasion kann man aber bereits im Garten vorbeugen.

In die Falle gelockt
Im Garten reift das Obst – Beeren, Zwetschgen, Äpfel, Pfirsiche. Der Erntesegen wandert in die Küche, und dort stellen sich oft lästige „Obstliebhaber“ ein: Obst-, Most-, Gär-, Tau-, Frucht- oder Essigfliegen. Diese winzigen Insekten werden vom Duft des Obstes angezogen, besonders von überreifen Früchten und bereits gärenden Säften. Nur eine Fliege kann innerhalb von vier Wochen 16 Millionen Nachkommen haben. Masseninvasionen kann man bereits im Garten vorbeugen, indem Fallobst so schnell wie möglich aufgesammelt und entsorgt wird. Eimer und Körbe für die Ernte stets gründlich reinigen, es dürfen keine Fruchtreste übrig bleiben. Obst für die Küche mit lauwarmem Wasser abwaschen, um anhaftende Eier der Fliegen zu entfernen. Obst- und Gemüseabfälle umgehend aus der Küche räumen. Schale mit Essigwasser oder Apfelsaft, versetzt mit etwas Spülmittel als Falle aufstellen.

Auf den Leim gegangen
In diesem Jahr leider häufig in Gewächshäusern und sogar im Freiland: Weiße Fliege. Eigentlich handelt es sich um Mottenschildläuse, die winzigen weißen Fliegen ähneln. Sie saugen an den Pflanzen und scheiden Honigtau aus, der wiederum verklebt Blätter und Früchte, auf ihm siedelt sich Rußtau, ein Pilz, an. Das alles ist sehr lästig, wenn auch noch nicht gefährlich – das Erntegut kann man durch sorgfältiges Waschen retten. Der Honigtau kann bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit aber auch zu schimmeln beginnen, dann verdirbt die Ernte. Weiße Fliege lässt sich mit Klebefallen (mit Leim bestrichene, gelbe Tafeln, im Fachhandel erhältlich) bekämpfen, daneben durch Aussetzen von Schlupfwespen und Erzwespen (als Nützlinge im Fachhandel zu bestellen).
Wehret den Anfängen
Mit Samen, Früchten, Blüten und anderen Pflanzenteilen, die man ins Haus holt, kommen nicht selten auch ungebetene Gäste mit. Lebensmittelmotten, z.B. die Dörrobstmotte oder die Kornmotte. Diese können erhebliche Probleme bereiten, indem sie Lebensmittel befallen und nur mit großem Aufwand wieder zu beseitigen sind. Um solche Schädlinge abzuwehren, greift man gerne auf altbewährte Hausmittel, besser „Gartenmittel“ zurück: Lavendel, Rosmarin, Pfefferminze, Zitronenverbene, Eberraute, Balsamkraut, Heiligenkraut, Rainfarn, Waldmeister und Weinraute. Sträußchen davon in den Schrank, in die Vorratskammer legen, das hält die Insekten ab.

1 Gedanke zu “Garten: Hochsaison für lästige Insekten”

  1. Ein schöne Sammlung von Tipps!
    Wir wirken nur bei Bedarf im Haus entgegen. Der Garten ist bisher von übermäßigem Befall verschont geblieben. Wohl auch, weil reife Früchte direkt geerntet und verarbeitet werden.

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