Garten: Glücksboten

Auch Gärten begrüßen das Neue Jahr: mit knallenden Knospen und sprießendem Glück. Während bei Winterjasmin und -schneeball vor Freude die Blüten aufgehen, wünschen Glücksklee und Geldbaum ein gutes Jahr. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de

Der Garten im Jahreswechsel:
• Es knallen die Knospen – Winterjasmin und Winterschneeball blühen.
• Es sprießt das Glück – der Glücksklee grünt.

Bauernregel:
Am Neujahrstage Sonnenschein,
lässt das Jahr uns fruchtbar sein.

Frisch ins neue Jahr
Schon gelüstet es nach einem Hauch Frühling. Duftende Blüten in weiß, rosa oder blau holt man sich mit Hyazinthen ins Haus. Besorgen Sie sich spezielle, vorbehandelte Zwiebeln zum Antreiben. Anhand der Farbe der Schale lässt sich auf die Blütenfarbe schließen: Was lila schimmert, bringt blaue Blüten, was hellbraun ist, birgt weiße oder rosa Blüten. Die Zwiebeln auf ein Hyazinthentreibglas setzen, der Zwiebelboden soll gerade eben keinen Kontakt mit Wasser haben. Hütchen aus Papier aufsetzen, damit kein Licht an die Knospe kommt. Kühl aufstellen, bis kräftige Wurzeln das Glas fast füllen. Dann etwas wärmer halten, bei rund 15 °C schiebt sich die Knospe bald empor. Sobald die Blätter das Hütchen lüpfen, darf man es abnehmen. Schon bald öffnen sich die prächtigen Blüten.

Mit Glück ins neue Jahr
Glücksklee oder Lucky Bamboo, winzige Azaleen oder Alpenveilchen, Efeu oder Rosmarin, Mini-Sukkulenten wie Geldbäumchen oder auch Kussröschen – all diese Pflanzen verschenkt man zum Jahreswechsel gerne als Glücksbringer. Glück haben Sie damit, wenn die zwergigen Gewächse ordentlich gepflegt werden. In ihren Töpfchen trocknen sie rasch aus, deshalb immer wieder tauchen. Und am besten bald in größere Gefäße umtopfen, damit sich die Wurzeln entwickeln können.

Frisches Grün fürs neue Jahr
Feldsalat ist gut gewachsen, im Frühbeet wie im Gewächshaus. Zum Ernten bündelt man die Blattrosetten einzeln und schneidet sie mit einem Messer oder mit der Schere ab. Wird nicht zu tief geschnitten, wachsen bald neue Blättchen nach. Wer allerdings ganz Rosetten vom Feldsalat haben möchte, kappt die Rosetten mit einem kleinen Stück Wurzel.

Kennen Sie das?
Obstbäume wecken
Einem alten Brauch zufolge geht man in der Silvesternacht – in manchen Gegenden auch bereits Weihnachten oder erst zu Dreikönig – zu seinen Obstbäumen und weckt sie, wünscht sich von ihnen reiche Blüte und Ernte. Dazu werden die Bäume feierlich geschüttelt oder mit einem Zweig, einer Lebensrute berührt.

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