Garten: Füttern Sie die Biotonne!

Garten: Füttern Sie die Biotonne!

Die Obstbäume stehen in voller Pracht. Was sie jetzt an Fallobst abwerfen, sollten Sie schnell und regelmäßig einsammeln. Dann ab damit in die Bio-Tonne. So verhindern Sie, dass sich Schädlinge, Schimmelpilze und andere Krankheitserreger verbreiten. Meine wöchentlichen Gartentipps auf br-online.

Bauernregel:
Gib auf Ägidius (1.9.) wohl acht,
er sagt dir, was der Monat macht.

Düngestopp
Balkon- und Kübelpflanzen, ebenso ausdauernde Beetstauden und Rosen und gleichermaßen die Gewächse im Wintergarten und auf den Fensterbänken erhalten keinen Dünger mehr. Sie müssen spätestens ab Ende August, Anfang September auf Diät gesetzt werden, damit sie sich auf den Winter vorbereiten, damit ihre Triebe ausreifen. Auch das Gießen sollten Sie mehr und mehr einschränken.

Walnussschnitt
Walnussbäume können Sie jetzt gut schneiden, weil sie zum Ende des Sommers am wenigsten bluten und dennoch die Wunden schnell verschließen. Auch Kiwi und Kirschbäume werden jetzt noch in Form gebracht. Wachsen Ihnen Apfel- oder Süßkirschenbäume sprichwörtlich in den Himmel, sind sie also sehr stark in die Höhe geschossen, können Sie diese derzeit ebenfalls gut schneiden. Gewöhnlich bleiben die Triebe dann im nächsten Jahr deutlich kürzer.

Fallobstlese
Machen Sie es sich zur Gewohnheit, herabgefallene Früchte von Bäumen und Sträuchern schleunigst und komplett aufzulesen. Vorzeitig abgefallenes Obst ist oft von Schädlingen wie den „Obstwürmern“ (Maden) oder Krankheitserregern wie Schimmelpilzen befallen. Durch das Entfernen und Entsorgen über die Biotonne unterbrechen Sie den Kreislauf der Neuinfektionen – eine der wirksamsten Pflanzenschutzmethoden.

Salbeiernte
Wer Salbei für den Winter bevorraten möchte, sollte spätestens jetzt ernten. Pflücken Sie gesunde, kräftige Blätter von den diesjährigen Triebspitzen und trocknen sie die an einem warmen, schattigen, luftigen Ort. Noch können Sie von Salbei, Rosmarin, Lavendel, Ysop, Currykraut und anderen Halbsträuchern auch Kopfstecklinge gewinnen, die sie dann hell und kühl, aber frostfrei überwintern und im nächsten Frühjahr wieder pflanzen.

Kennen Sie die?
Kap-Lilie
Zauberhafte Blütenglöckchen in zartem Rosa-Violett, wie in kleinen Sträußen auf schwankenden Stielen, zwischen grasartigen Blättern – das zeichnet die Kap-Lilie (Tulbaghia violacea) aus. Die Blätter kann man wie Schnittlauch nutzen, sie haben ein dezentes Knoblaucharoma, daher wird die Zwiebelpflanze auch Zimmer- oder Südseeknoblauch genannt. Am besten pflanzt man sie in geräumige Töpfe, stellt sie sommers sonnig auf und holt sie über den Winter ins Haus an eine helle Stelle. Kap-Lilien vertragen zwar Frost recht gut, leiden aber unter Nässe im Winter, deshalb sind sie von November bis April  im Haus besser aufgehoben.

3 Kommentare
  • Biotonne ist eine gute Lösung für das Problem.
    Bei uns wandert „Wurmobst“ in moderaten Mengen in den Hühnerfreilauf – biologisch entsorgt. Die Hüher freuen sich jeden Tag schon drauf… – später dürfen sie dann auch noch unter den Obstbäumen nach herzenslust auf der Wiese scharren und picken. Da möchte man doch gern ein Huhn sein…

    29. August 2010 um 22:07
  • Davon hält sie ein Zaun ab – 10x10m rund um die Gemüsebeete – sonst wäre der Salat weg, ganz klar – quasi als Rohkost mit Wurmbeilage…

    31. August 2010 um 21:20

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