Garten: Alle Wetter!

Garten: Alle Wetter!

PerlmuttstrauchFrisch entdeckt:
Perlmuttstrauch
Wild an Berghängen und in lichten Wäldern Chinas heute nur noch selten, bei uns dagegen sehr häufig sieht man den bezaubernd schön und begeisternd üppig blühenden Perlmuttstrauch (Kolkwitzia amabilis), auch Kolkwitzie genannt. Erst nach 1900 wurde man in England und den USA auf den „beauty bush“ aufmerksam, erst nach 1950 zog er in deutsche Gärten ein. In China nennt man den Strauch „Igelfruchtbusch“ nach den stacheligen kleinen Früchten, die sich später aus den rosaweißen, glockenartigen Blüten entwickeln.

Wetterregel:
Wenn die Schwalben niedrig fliegen,
wird man Regenwetter kriegen.

KiwanoWachswetter
Es ist mal mild, mal kühl, stets feucht – bestes Wetter zum Wachsen und Gedeihen. Im Garten geht’s rund, Sie dürfen Dahlien und Gladiolen pflanzen, Stangen- und Buschbohnen legen, Zuckermelonen, Kiwanos (Horngurke) und Physalis (Blasenkirsche, Anden-, Kapstachelbeere) setzen, Kapuzinerkresse und Zuckermais säen, Rhabarber und allererste Erdbeeren ernten. Dem Rasen, frisch gedüngt, kann man beim Wachsen zuschauen. Das bedeutet: fleißig mähen.

NacktschneckeSchneckenwetter
Nicht nur Gartenpflanzen, leider auch Schnecken sind vom derzeit herrschenden Wetter begeistert. Tricksen Sie die Schnecken aus: Ein Schneckenzaun (Schneckenbleche) um Gemüsebeete hält die Tiere sicher fern – solange nichts, aber auch gar nichts über den Zaun ragt, was als Brücke verwendet werden könnte. Mit Lockpflanzen wie kleinen Tagetes, frisch gesäten Sonnenblumen oder überschüssigen Salatpflanzerln können Sie Schnecken ablenken und weitgehend überzeugen, die von Ihnen bevorzugten Pflanzen außer Acht zu lassen. Kriechbarrieren aus Kaffeesatz, Kiefernzapfen oder spezielle Granulate (z.B. gemahlene und zu Pellets gepresste Neemsamen) werden als breite Wälle bzw. Streifen angelegt.

BlattlaeuseLausiges Wetter
Blattlaus-Aus mit Feinstaub: Füllen Sie einen Nylonstrumpf mit Gesteinsmehl und benutzen Sie den als „Staubbeutel“. Einfach über Blattlauskolonien an Rosentrieben, Holunderzweigen, Geißblattranken hin und her, auf und ab bewegen und die vom Tau oder nach regen feuchten Pflanzen damit einstäuben. Die Läuse ersticken unter der Staubschicht, die Gewächse dagegen profitieren gleich doppelt. Zum einen werden sie von den lästigen Saugern befreit, zum andern wirkt das Gesteinsmehl düngend und stärkend gegen Pilzerkrankungen.

Glück aus dem Garten
Aus mit Laus
Sitzen an Ihren Rosen, an Ihren Kräutern schon Blattläuse? Dann bloß keine Panik. Die Läuse spült man einfach mit Wasser von den Trieben herunter. Aber nicht komplett, lassen Sie welche übrig. Marienkäfer, Florfliegen und andere Nützlinge wollen schließlich auch was futtern!
Noch mehr Tipps wie diesen finden Sie in meinem Bayern 1-Buch „Glück aus dem Garten – mit der Gartenexpertin durch die 10 Jahreszeiten“ – erhältlich im BR-Shop oder im Buchhandel.

Keine Kommentare vorhanden

Einen Kommentar schreiben

X