Baum an Baum

Baum an Baum

WaldWie viele Bäume wachsen in Deutschland? Rund 90 Milliarden, pro Einwohner mehr als 100 Stück, ein Viertel davon ist älter als 100 Jahre. Klingt nach ganz schön viel?

Ähnlich hoch liegt die Zahl pro Einwohner in Ungarn, China und der Dominikanischen Republik. In Norwegen sind es jedoch 3000 Bäume je Einwohner, in Russland etwa 4500 und in Bolivien sogar 5400.

Die Jugend-Initiative „Plant for the Planet“ fragte nach der Anzahl der Bäume auf der Welt, um ihre Vorhaben besser planen zu können. Wissenschaftler unter der Leitung von Thomas Crowther von der Yale University in New Haven (US-Staat Connecticut) haben nachgeforscht und kamen zu dem Ergebnis, dass es weltweit mehr als 3 Billionen (3.000.000.000.000) Bäume gibt, sieben- bis achtmal mehr als bislang angenommen. Weltweit gerechnet ergibt sich damit, dass auf jeden der rund 7,2 Milliarden Erdenbürger 422 Bäume kommen.

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pixabay

„740 Milliarden Bäume sind im Norden Amerikas, Europas und Asiens zuhause, während sich 610 Milliarden Bäume auf die gemäßigten Klimazonen der Erde verteilen. Die größte Baumdichte in den Wäldern ist allerdings nicht in den Tropen, sondern in kälteren und relativ trockenen Regionen auf der 3/6 Nordhalbkugel anzutreffen. Hier sind Nadelbäume angesiedelt, die dem Stress ungünstiger Klima- und Witterungsbedingungen standhalten können und auf engstem Raum zusammen wachsen. […] Zugleich zeigt die Untersuchung, dass die weltweiten Baumbestände stetig kleiner werden. Die zunehmend intensive Forstwirtschaft und Veränderungen in der Landnutzung infolge der wachsenden Weltbevölkerung sind nach Einschätzung der Autoren wesentliche Ursachen dafür, dass die bewaldeten Flächen auf der Erde derzeit pro Jahr um rund 192.000 Quadratkilometer schrumpfen. Rund 15,3 Milliarden Bäume, also rund 0,5 Prozent des derzeitigen weltweiten Baumbestands, gehen damit jährlich verloren. Weltweit ist die Zahl der Bäume, so schätzen die Forscher, seit dem Ende der Jungsteinzeit und dem Beginn von Ackerbau und Viehzucht um rund 46 Prozent zurückgegangen.“ – so ein Auszug der Pressemitteilung der Uni Bayreuth. Den gesamten Artikel nachlesen? HIER

Neben „Plant for the Planet“ beispielsweise gibt es die „Bonn Challenge“, die umfassendste Initiative zur Renaturierung weltweit. Bis zum Jahr 2020 sollen insgesamt 150 Millionen Hektar und bis 2030 mindestens 350 Millionen Hektar degradierter und entwaldeter Landfläche wiederhergestellt werden. Das kommt laut Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) gut voran. Seit 2011 brachten die beteiligten Staaten den Wiederaufbau von mehr als 60 Millionen Hektar auf den Weg. Hintergrundinformation des Umweltministeriums dazu: HIER nachlesen.

Und was tun wir, jeder einzelne von uns?

Martin Luther: „Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht; ich würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
Sprichwort aus Uganda: Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.
Rabindranath Tagore: „Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.“

2 Kommentare
  • Dankeschön… Und was wäre es für ein Anfang, wenn man erst überlegen würde, bevor man einen Baum aus fragwürdigen Gründen fällt… Baufreiheit und minimalistische „pflegeleichte“ Gartenplanung sind die „Zauberworte“, denen hier so viele Bäume zum Opfer fallen, die auch gut stehen bleiben und besser Schatten und Frischluft spenden könnten als diverse „Sonnenschutz-Installationen“. Über Plant for the Planet verschenke ich seit Jahren zu Geburtstagen Bäume 😉 Bei mir im Blog gibt’s eine Reihe „Mein Freund, der Baum“, wenn du magst, kannst du diesen Post gerne dort verlinken. Würde mich freuen! Lieben Gruß Ghislana (http://jahreszeitenbriefe.blogspot.de/2016/01/mein-freund-der-baum-35.html)

    3. Februar 2016 um 9:34
  • Halte fürs erste mit Tagore und pflanze unermüdlich weiter!
    Liebe Grüße
    Dani

    3. Februar 2016 um 19:08

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