Still!

WolkenMeine Ohren schmerzen, mein Kopf dröhnt. Ich fühle mich wie in der Pauke beim Orchester, wie neben der Kirchturmglocke beim Mittagsläuten, wie auf dem Flughafen neben einem startenden Jumbo. Dabei ist es doch gar nicht so laut: Ich gehe einkaufen, da tönt mir sanftes Gedudel entgegen. Ich gehe frühstücken im Hotel, von allen Seiten umfängt mich Schlagermusik. Ich fahre mit der S-Bahn, schon bringen Kakophonien von mp3-Playern meine Trommelfelle zum Erzittern. Kann es denn nicht mal mehr einen Moment still sein?

Ich wehre mich gegen allgegenwärtige Geräuschbelästigungen, gegen Lärmverschmutzung. Sage deutlich, dass man bitteschön die Lautsprecher abdrehen soll und endlich mal das Handy auf lautlos schaltet. Weil Stille etwas Wunderbares ist. Etwas, das die Konzentration und das Wohlbefinden fördert. Etwas Erholsames. Etwas Feierliches. Etwas Glückverheißendes – wenn nicht schon wieder ein Handy klingelt…

„Einst wird man von der Stille wie von einem Märchen erzählen.“ Hans Arp

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