Stern von Bethlehem

Dreikönigstag. Da spielt ein Stern eine besondere Rolle – auch unter den Pflanzen:
Es geht die Sage, dass der Stern, der einst den heiligen drei Königen den Weg aus dem Morgenland zum Stall nach Bethlehem wies, zur Erinnerung in tausend Splitter zerbrach und diese, als sie auf die Erde fielen, sich in lauter Blumen verwandelten. Eben in Sterne von Bethlehem oder Milchsterne, botanisch Ornithogalum (was so viel wie Vogelmilch bedeutet). Gewöhnlich bezeichnet man so den Doldigen Milchstern (Ornithogalum umbellatum), der nebenbei auch als Gärtnerschreck oder Gärtnertod verschrien ist, weil er – passende Wuchsbedingungen vorausgesetzt – sich zügellos im Garten vermehren kann. Bezeichnungen wie Schlafende Jungfrau oder Eleven o’Clock Lady beziehen sich auf das späte Öffnen der Blüten. Meistens erwacht die Pflanze erst gegen 11 Uhr und legt sich um 3 Uhr nachmittags schon wieder zur Ruhe. Milchsterne lassen sich auch im Garten sehr einfach ziehen, man pflanzt die Zwiebeln einfach an sonnigen bis halbschattigen Stellen in lockeren, humosen Boden. Dort blüht er im Hoch- und Spätsommer. Die Zwiebeln lassen sich aber auch gut antreiben, ähnlich wie Hyazinthen – dann blüht einem schon früher was.

Und wer es lieber farbenfroh hat, der greift zum Orangefarbigen Milchstern (Ornithogalum dubium) aus Südafrika, der gerne als Topfpflanze gezogen wird.

3 Gedanken zu „Stern von Bethlehem“

    • Zwiebeln von diversen Milchstern-Arten bekommt man in gut sortierten Gärtnereien, am besten im Internet schauen, da gibt es Spezialisten für Blumenzwiebeln.
      Vorgetrieben gibt es die Sternchen aber auch manchmal, dann im Topf kaufen und auspflanzen.

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