Schön, aber auch nützlich?

Alle reden vom Schutz der Insekten, da reihen sich Gartenbesitzer auch gleich mit ein. Immerhin pflegen sie doch ein grünes Paradies voller Blüten. Vielen Hobbygärtnern ist gar nicht bewusst, dass sie aber leider mehr für sich als für die Insekten tun. Beispiel: Harlekinweide (Salix integra `Hakuro Nishiki´), auch Flamingobäumchen oder Kirmesweide genannt. Sieht ja hübsch aus…

…bringt aber nix, außer einen netten Anblick. Denn die auf kurze Stämmchen aufgepropfte panaschierte Form der japanischen Weide kommt nicht zur Blüte, wird durch regelmäßigen Schnitt schön kugelig gehalten und zu immer neuem Austrieb der weiß-rosa-grünen Blätter gezwungen. Nahrung in Form von Pollen oder Nektar? Fehlanzeige.

Wer wirklich etwas für Insekten tun möchte, wählt statt der exotischen Zierweide besser eine blühende Art. Von denen gibt es reiche Auswahl, neben der allbekannten, zum Großstrauch mit 3-8 m Höhe heranwachsenden Salweide (Salix caprea) über die bis 3 m hohe Öhrchenweide (Salix aurita) bis zur zwergigen Netzweide (Salix reticulata), die man prima auch auf Balkon und Terrasse pflanzen kann.

Hatte ich erwähnt, dass es männliche und weibliche Weiden gibt? Die männlichen tragen die auffälligen, pelzigen Kätzchen und spenden vor allem Pollen. Bei den weiblichen Exemplaren bleiben die Blüten zwar weniger auffällig, dafür aber spenden sie reichlich Nektar.

Noch ein Vorteil dieser Weiden: Sie sind sehr kostengünstig zu haben, weil sie ja nicht erst aufwendig durch Pfropfung erzogen werden müssen. Oft reicht ein Zweig, den steckt man einfach in die Erde, sorgt für gute Versorgung mit Wasser – nach kurzer Zeit ist der dann schon eingewachsen. Das freut Bienen und Co.!

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