Rasenpflege im Hochsommer

Rasenpflege im Hochsommer

Bayern 1 macht Sie mit meinen Tipps gartenschlau: Nur mit Mähen ist es beim Rasen im Sommer nicht getan, richtig gewässert werden will der Grasteppich auch – sofern man Wert auf sattgrünen RASEN legt.

So viel Wasser braucht Ihr Rasen im Hochsommer
Rasen benötigt viel, erstaunlich viel Wasser (im Schnitt 15-20 Liter Wasser pro Quadratmeter in der Woche) und regelmäßigen Schnitt, damit er den Sommer gut übersteht, ohne braun zu werden oder kahle Stellen zu bekommen. Wassermangel? Das erkennen Sie daran, dass sich die Gräser nach dem Betreten nicht wiederaufrichten. Bleiben die Abdrücke lange sichtbar, sollten Sie dringend beregnen.
Bei anhaltender Trockenheit bewässert man den Rasen ein- bis zweimal pro Woche so lange und intensiv, bis das Wasser bis in 15 cm Tiefe in den Boden eingedrungen ist. Das bedeutet pro Quadratmeter sage und schreibe 150 Liter Wasser!
Wenn Sie häufiger mit nur geringen Mengen bewässern, wird nur die oberste Bodenschicht durchfeuchtet, die Wurzeln der Gräser bleiben wachsen dann nicht in die Tiefe. Oberflächlich wurzelnde Gräser sind aber sehr anfällig gegen Austrocknung.

Weniger Rasenmähen bringt mehr
In sonnigen Lagen wird Rasen auf eine Höhe von 3 bis 4 cm geschnitten, in Schattenlagen auf 5 bis 6 cm. Pro Mähvorgang sollte nicht mehr als ein Drittel der Länge abgeschnitten werden. Ab 26 °C reduziert sich das Wachstum von Pflanzen, ab 30 °C kommt es fast ganz zum Stillstand – auch bei Rasengräsern. Deshalb den Rasen bei großer Hitze und Trockenheit niemals kurz mähen: optimal sind 5-6 cm. Dann schützen die Grashalme den Boden ähnlich wie eine Mulchschicht, die Verdunstung wird reduziert, der Rasen trocknet nicht so rasch aus.

Mein Geheimtipp: Immer wieder Trockenschäden beim Rasen? Wasserrechnung zu hoch, Rasensprengen nicht erlaubt? Dann säen Sie doch einfach Klee – Mikro-Klee (Microclover), spezielle Kleesaat in Mischung mit Gräsern, die nicht gedüngt oder bewässert werden muss und trotzdem schön grün bleibt. Die spezielle Zuchtsorte von kleinblättrigem, niedrigwachsendem Weißklee bildet zusammen mit den hochwertigen Rasengräsern einen dichten Rasen, der praktisch frei von Krankheiten und Unkraut ist. Bei regelmäßigem Mähen keine Blüten.

UND: Lassen Sie wenigstens einen Streifen oder eine kleine Fläche von Ihrem Gebrauchsrasen mit vielen Wildkräutern 1-2-mal im Jahr durchwachsen, bis der Klee und viele andere Blumen blühen, damit der grüne Teppich nicht gänzlich zur grünen Wüste wird. Gänseblümchen und vor allem Klee dienen vielen Insekten als wichtige Nahrungsquellen, insbesondere in der sonst sehr blütenarmen Hochsommerzeit!

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