Liköre selbst gemacht

Liköre selbst gemacht

Likoeransatz TraubenkirschenEin Schnäpschen in Ehren, kommt oft gelegen. So ein edler Willi oder Obstler ist eine Delikatesse. Wenn der selbst gebrannt ist, erst recht. Nur: Selber brennen darf und kann nicht jeder. Aber einen Likör ansetzen, das gelingt immer. Und begeistert Gäste, wird ein wunderbares Mitbringsel oder Weihnachtsgeschenk.

Aromatisch und süß: Liköre
Vom ursprünglichen Heilmittel – Liköre wurden einst aus Heilpflanzen für medizinische Zwecke destilliert – über kostbare Köstlichkeiten nur für Wohlhabende sind Liköre heutzutage vor allem Genussmittel. Anders als Geiste, Brände und Schnäpse enthalten Liköre immer Süße in Form von Zucker, Kandis oder Honig. Aroma verleihen den Likören die verschiedensten Zutaten: Früchte, Kräuter, Wurzeln, Gewürze – einzeln oder auch gemischt. Während Liköre für den Handel per Gesetz einen bestimmten Zuckergehalt aufweisen müssen, hat man beim traditionellen „Aufgesetzten“ zuhause freie Hand.

Likörvielfalt
Vom Eierlikör über Himbeerlikör bis zum Kräuterlikör, der Bogen des Genusses spannt sich über eine Vielzahl an Grundzutaten. Aus eigenem Garten oder mit Ingredienzien aus der eigenen Küche kommen vor allem Früchte und Kräuter sowie Gewürze in Frage.
Jedes Obst lässt sich prinzipiell für einen Liköransatz nutzen. Himbeeren, Schwarze Johannisbeeren, Kirschen, Mirabellen – zu fortgeschrittener Jahreszeit Zwetschgen, Birnen, Quitten oder viele Wildfrüchte aus der Hecke wie Hagebutten, Schlehen, Weißdorn, Sanddorn, Mispeln eignen sich dazu. Auch Nüsse dürfen Sie einsetzen. Und ja keine Kerne wegwerfen, an und in denen stecken die wahren Genüsse: Vor allem Schlehen- und Zwetschgenkerne gehören unbedingt mit in den Likör, am besten einige zerschlagen. Das feine Mandel- oder Marzipanaroma kann sich so besser entfalten.

Magenbitter mit BeifussBei den Kräutern lässt sich aus dem Vollen schöpfen, vorzugsweise werden Kräuter in einer bunten Mischung verwendet. Rosmarin, Thymian, Minze, Melisse, Lavendel, Salbei und Oregano, wie bei jedem guten Klosterlikör kommt ein ganzer Strauß würziger Kräuter hinein, dazu auch Wurzeln, etwa von Engelwurz oder Nelkenwurz. Geschätzt sind auch Bitterkräuter wie Beifuß oder Eberraute (Colakraut) sowie Wildkräuter wie Löwenzahn, Schafgarbe und Brennnessel. Es müssen für einen Aufgesetzten nicht immer junge, saftige, zarte Blätter sein, manchmal liefern Fruchtstände, ältere und schon leicht verholzte Triebe ganz erstaunliche Aromen.
In der Küche finden sich Zimt, Sternanis, Vanille, Nelken, Anis, Kümmel, Kardamom, dazu Ingwer und Schalen von Zitrusfrüchten. Selbst getrocknete Früchte können Sie nutzen.

Morgen mehr zur Zubereitung.

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