Gehirn-Jogging mit Wildpflanzen

Gehirn-Jogging mit Wildpflanzen

Vor gar nicht allzu langer Zeit bekomme ich ein dunkelblaues Kästchen, hübsch verschlossen mit einer gelben Schleife, geschenkt. Was mag da wohl drin sein? Viele bunte Bilder – Fotografien von Blüten, Blättern, Früchten, akkurat einlaminiert. Beim Betrachten fällt mir auf: Aha, hier ist Denksport angesagt!

Paar für Paar
Da gehören doch immer zwei Bilder zusammen? Schlehenblüte und Schlehenfrüchte, Ebereschenblätter und Vogelbeeren, Lärchenzapfen und Lärchennadeln… Genau, es gibt lauter Pärchen. Ab und zu muss man dabei sogar ein bisschen um die Ecke denken, z.B. bei Wilder Möhre und Schwalbenschwanz (die Raupen futtern mit Vorliebe Blätter und Blüten der heimischen Wiesenblume) oder Wegwarte und Chicorée (dabei handelt es sich um ein und dieselbe Art).
Schau, schau, da sind sogar Quartette zu finden: Kornelkirsche – Blüten, Blätter, unreife Früchte, Steine. Kartoffelrose – Blütenknospe, Blätter, Hagebutten, Nüsschen. Der Spieltrieb erwacht!

Ganz schön lehrreich
Bildkarten umgedreht und mit der Rückseite nach oben ausgelegt – nach Art eines Memory-Spiels lässt sich hier das Gehirn trainieren. Das ist in diesem Fall sogar eine besondere Herausforderung, weil es ja nicht zwei gleiche Bilder gibt. Stets muss man erst einmal den Bezug untereinander herstellen, und sich dann auch noch zweierlei Ansichten merken.

Die Bilder lassen sich aber auch mit der bunten Seite nach oben einfach, gut gemischt, so auf dem Tisch auslegen – wer findet die Paare zusammen? Das ist selbst für Kräuterpädagogen noch anspruchsvoll. Aber ungemein unterhaltsam, interessant und lehrreich. Ich finde das Spiel eine geniale Idee. Gut weiterzuentwickeln, da kann man sich ganz schön verzwickte Pärchen ausdenken.

Silhouette, Rinde, Blätter, Blüten, Früchte von Bäumen – Keimling, junge Pflanze, blühende und fruchtende Pflanze – Wildgemüse und daraus zubereitete Speisen – Knospe, Blüte, Fruchtknoten, Frucht von Wiesen- oder Waldblumen, da fiele mir schon noch einiges ein. Super geeignet, um die Pflanzen gut und innig kennen zu lernen. Wer weiß, vielleicht wird das eine neue Geschäftsidee?

Und wer hat’s erfunden?
Das schöne Spiel mit den bunten Wildpflanzenbildern stammt von Angela Marmor, Kräuterpädagogin in Mallersdorf-Pfaffenberg, im Labertal im Herzen von Bayern, nur je 30 km von Straubing, Regensburg, Landshut und Dingolfing entfernt.

Frau Marmor ist sehr aktiv, bei BayernTourNatur hat sie mit der ArGeLabertal als Veranstalter eine geführte Radwanderung angemeldet „Zwischen Kultur und Natur im Labertal“. Neben ihrer Wenigkeit werden das der Kreisarchäologe, ein Geologe und Fachapotheker zu einer runden Sache machen.

Sie selbst bietet neben Schmankerl aus der eigenen Küche das ganze Jahr hindurch Kräuterführungen an, z.B. „Hi’gschaut – Unkraut“, „Warum das Wiesenschaumkraut schäumt und der Wiesenbär klaut“ oder „Drahdiwixpfeiferl mit Bärentatzen“.
Was in Drei-Kräutels-Namen sind denn Drahdiwixpfeiferl? Und warum klaut der Wiesenbär, vor allem was stibitzt er? das wollte ich schon immer mal wissen – Sie auch? Dann fordern Sie den Veranstaltungsprospekt an bei
Angela Marmor
Bonifaz-Stöckl-Str. 7
84066 Mallersdorf-Pfaffenberg
Telefon: 08772 – 9153-09
Telefax: 08772 – 9153-11
E-Mail: a.marmor (at) t-online (dot) de – bitte im Betreff „Löwenzahn“ eingeben.

1 Kommentar
  • Inge Bachmann
    Antworten

    Das nenn ich eine gelungene Idee. Da kann man eine Kräuterwanderung ja sogar fast im Innern machen – sollte es mal Bindfäden regnen.

    Toll, dass es solche Frauen gibt, die sich so was ausdenken. Schade, dass die Frau Marmor so weit weg ist – würd mich gerne x ihrer Führung anschließen.

    Viel Erfolg weiterhin
    Liebe Grüße
    INGE BACHMANN

    17. März 2009 um 18:32

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