Garten: Start in die Pflanzzeit

Garten: Start in die Pflanzzeit

Auch im Frühherbst kann man bereits Vorbereitungen für die nächste Gartensaison treffen: Bei Blumenzwiebeln hat die Pflanzzeit begonnen, Zweijährige wie Stiefmütterchen oder Vergissmeinnicht sollten jetzt umgepflanzt werden. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel
An Mariä Namen (12.9.)
sagt der Sommer „Amen“.

Walnussbaum schneiden
Jetzt zum Ausklang des Gartenjahres lässt sich ein Walnussbaum schneiden, falls erforderlich. Nimmt man den Schnitt zu dieser Zeit vor, „bluten“ die Bäume nicht wie im Frühjahr und verlieren nicht unnötig Saft oder Blattmasse. Anders als im Winter ist aber noch so viel Wachstumskraft vorhanden, dass sich Schnittwunden schnell schließen. Nehmen Sie am besten ganze Äste heraus, sodass möglichst wenige Schnittstellen entstehen. Laub und Äste sollten nur stark zerkleinert bzw. geschreddert auf den Kompost, denn sie verrotten nur sehr langsam.

Lilien einsetzen
Schon beginnt die Pflanzzeit für Blumenzwiebeln. Als erste sind die edlen Lilien an der Reihe. Ihre Zwiebeln sind äußerst empfindlich und trocknen sehr rasch aus, deshalb müssen sie so schnell wie möglich wieder in die Erde. Gönnen Sie den Zwiebeln vor der Pflanzung ein einstündiges Bad in handwarmer Kräuterbrühe (z.B. Brennnessel und Schachtelhalm), danach setzen Sie die Zwiebeln in den Boden – zwei- bis dreimal so hoch mit Erde bedeckt wie die Zwiebel hoch ist. Madonnenlilien dürfen dagegen nur flach gepflanzt werden, die Zwiebel wird nur fingerdick mit Erde überzogen.

Zweijährige umpflanzen
Gut, wer im Frühsommer seine zweijährigen Blütenschönheiten selbst angezogen hat: Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Bartnelken, Nachtviolen oder Marienglockenblumen gedeihen dann nämlich besonders kräftig und blühen extra reich. Jetzt ist es an der Zeit, die Pflänzchen an ihre endgültigen Standorte umzupflanzen. Bei Fingerhut, Muskatellersalbei und Königkerze sind gerade die Samen reif, diese können direkt wieder ausgesät werden.

Kennen Sie das?
Saftmale
Bei vielen Blüten fallen kontrastreiche Flecken oder Striche auf, bisweilen auch hervortretende farbige Äderungen. Bei Fingerhut, Nelken, Stiefmütterchen, Hornveilchen, Enzianen oder Storchschnäbeln beispielsweise werden solche Saft- oder Farbmale besonders deutlich. Uns Menschen freut dies, sorgen solche Zeichnungen auf den Blüten doch für besondere Attraktivität. Die Natur hat damit jedoch anderes im Sinn. Während die Blütenblätter wie Leuchtreklame für die Insekten wirken, weisen die Farbstriche, Punktreihen oder Adern ihnen den Weg zur Nektarquelle. Vergleichbar mit einem Flughafen wirkt die Blüte in einer Wiese, einem Beet selbst als weithin sichtbares Leuchtfeuer. Die Saftmale leiten wie die Landebahnbefeuerung sicher zum Ziel.

1 Kommentar
  • Habe mich auch schon an die Vorbereitungen für den nächsten Sommer gemacht, die ersten Bäume beschnitten und Blumen-Zwiebeln gekauft, die vermutlich in den nächsten Tagen den Weg in die Erde finden werden.

    Hab beim lesen deines Blogs auch was gelern: „An Mariä Namen (12.9.)sagt der Sommer “Amen”.“ 🙂

    Das kannte ich noch nicht, allerdings hat der Sommer in diesem Jahr nie etwas anderes gemacht 😉

    14. September 2011 um 13:28

Einen Kommentar schreiben

X