Garten: Schön, schön

Garten: Schön, schön

PolsterphloxPflanze der Woche:
Polsterphlox
So was von Blühfreude! Man sieht die Staude vor lauter Blüten nicht mehr, ein Stern am anderen. Polster- oder Teppichphloxe (Phlox subulata, Phlox douglasii) gehören zu den besonders robusten, überaus anspruchslosen und begeisterungswürdigen Gartenpflanzen. Magerer Boden und pralle Sonne machen den winterharten Polsterstauden nichts aus, fördern im Gegenteil ihre Blütenfülle.

Bauernregel:
Regen in der Walpurgisnacht (30.4.),
hat stets ein gutes Jahr gebracht.

Rasen

Rasen schön grün
Wenn es schön warm ist und immer wieder Nass von oben kommt, freut sich jeder Gärtner. Alles wächst und gedeiht bestens. Auch der Rasen sprießt. Legen Sie die Weichen für einen grünen Rasensommer, indem Sie die Gräser häufig kürzen. Mähen ist jetzt mindestens einmal die Woche angesagt, wer einen schönen, dichten Rasen haben möchte.

HortensieHortensien schön blau
Sehr beliebt: Hortensien in Weiß, Rosa und Blau. Sie können als Kübelpflanzen gepflegt oder in den Garten ausgepflanzt werden. Ein halbschattiger, geschützter Platz ist wichtig, dazu lockere, humose Erde. Obwohl Hortensien auch Wasserbüsche heißen und als besonders durstig gelten, sollte man sie nie zu stark wässern – das quittieren sie mit sich gelb verfärbenden Blättern. Zwischen den Gießgaben muss die Erde erst wieder gut abtrocknen, niemals darf gar Wasser im Topf stehen. Damit blaue Hortensien blau bleiben, sollten Sie speziellen Hortensiendünger verwenden oder einen Trick anwenden: Gießwasser mit 5 g Alaunsalz (aus der Apotheke) pro Liter mischen und damit wässern. Blau färben lassen sich nur blaue und rosafarbene Hortensien, weiße bleiben dagegen stets weiß.

 

RhabarberRhabarber schön saftig
Obwohl durch anhaltende Trockenheit meist recht kurz, sind die saftigen Blattstängel vom Rhabarber erntereif. Sie werden mit einem kräftigen Ruck an der Ansatzstelle abgerissen oder abgedreht – nicht abgeschnitten! Blütenstände, die schon sprießen, brechen Sie an der Basis heraus, sie eignen sich sehr gut als ungewöhnlicher Vasenschmuck. Die großen Blattflächen sind ideal zum Mulchen geeignet.

BasilikumBasilikum schön würzig
Den ganzen Sommer lang liefert Basilikum würzige Blätter, wenn man die jetzt gekauften Pflanzen richtig behandelt. Volle Sonne und viel Wärme sowie ein humoser Boden sind Voraussetzung, am besten hält man Basilikum im Gewächshaus oder Frühbeet. Gut aufgehoben ist es direkt neben Tomaten. Die dichten Büsche in den Töpfen sollte man teilen, bevor sie gepflanzt werden. In drei bis vier Teilstücken wachsen sie viel besser weiter. Oder man schneidet einige Stängel als Stecklinge, setzt sie bis zum ersten Blattansatz zur Bewurzelung in lockere Erde und bekommt sehr kräftigen Nachwuchs.

OrangenbaeumchenZitronen schön kräftig
Das Wachstum bei den Zitrusgewächsen setzt gerade kräftig ein, oft bilden sich sogar schon reichlich Blüten. Der Nährstoffbedarf ist dementsprechend hoch. Falls Sie die Gewächse nicht gerade frisch umgetopft haben, sollten Sie sie jetzt düngen, und zwar mit einem speziellen Zitruspflanzendünger. Gießen Sie vorübergehend – etwa für die nächsten vier Wochen – mit Wasser aus der Leitung (am besten Wasser mit mittlerem Härtegrad), denn so versorgen Sie die Bäumchen mit dem lebensnotwendigen Kalzium. Kalziummangel ist oft der Grund, warum sich die Blätter gelb verfärben.

Gartenzitat
„Es ist ganz gleich, ob ein Garten klein oder groß ist. Was die Möglichkeiten seiner Schönheit betrifft, so ist seine Ausdehnung so gleichgültig, wie es gleichgültig ist, ob ein Bild groß oder klein, ob ein Gedicht zehn oder hundert Zeilen lang ist. Die Möglichkeiten der Schönheit, die sich in einem Raum von fünfzehn Schritten im Geviert, umgeben von vier Mauern, entfalten können, sind einfach unmessbar.“

Der österreichische Schriftsteller, Mitbegründer der Salzburger Festspiele und Literaturnobelpreisträger Hugo von Hoffmansthal (1847-1929), ist Autor des berühmten Stücks „Jedermann“. Der Hauptdarsteller will für einen Sack voll Geld einen Lustgarten für die Buhlschaft anlegen lassen und speist einen armen Nachbarn, statt mit ihm in christlicher Nächstenliebe das Geld zu teilen, mit nur einem Schilling ab. Das obige Zitat stammt aus seinem Essay „Natur und Erkenntnis“.

1 Kommentar
  • oh, den Essay von H. v. Hoffmannsthal möcht‘ ich ja mal lesen. Danke fürs „Auf die Spur bringen“… Lieben Gruß Ghislana

    26. April 2014 um 13:45

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