Garten: Letzte Handgriffe

Die Pflanztöpfe hochstellen und die letzte Ernte im Gemüsebeet – es sind noch wenige Handgriffe zu tun, bevor der Winter in den Garten einkehrt und die stade Zeit beginnt. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Im November wird es still:
• Grünkohl, Wirsing, Rosenkohl und Lauch sind die letzten auf dem Gemüsebeet.
• Blütenschirme der Fetthennen sind eingetrocknet immer noch schön.
• Laub liegt in Schichten und in Haufen.

Bauernregel:
Wie das Wetter um Kathrein (25.11.),
so wird’s den ganzen Winter sein.

Obstbäume schützen
In ländlichen Gärten nagen Hasen und Kaninchen im Winter gerne die Rinde von jungen Obstbäumen. Um dies zu verhindern, sollten Sie die Stämme mit engmaschigem Draht oder einem speziellen Verbissschutz umgeben. Damit die Rinde nicht platzt, wenn es starke Temperaturwechsel zwischen Tag und Nacht gibt, bringt man einen Weiß- oder Kalkanstrich auf. Dieser Anstrich ist vor allem für wärmeliebende Obstarten wie Pfirsich und Aprikose wichtig.

Töpfe hochstellen
Gefäße, die im Winter draußen bleiben, sollten Sie auf Holzklötzchen oder Leisten stellen. So verhindern Sie zum einen, dass die Bodenkälte in die Töpfe kriecht, zum andern, dass die Töpfe am Boden festfrieren. Zudem gelangen keine Schädlinge durch die Abzugslöcher in die Erde. Ebenso können Sie Styroporblöcke, Tonfüße oder Rolluntersetzer zum Hochstellen nutzen.

Weihnachtssterne
Neben Tannen sind es wohl die beliebtesten Pflanzen in dieser Zeit: Weihnachtssterne. Damit sie lange Freude machen sollte man beim Einkauf darauf achten, dass die Blütenknospen – das sind die kleinen Kügelchen inmitten der farbigen Hochblätter – noch geschlossen sind. Packen Sie die Weihnachtssterne zum Transport nach Hause sorgsam ein, Kälte und Zugluft bekommt ihnen gar nicht. Lassen Sie auch Pflanzen stehen, die im Freien zum Verkauf angeboten werden. Einige Tage später werfen diese garantiert ihre Blätter ab.

Gartenweisheit
Pfahlwurzeln
Weder Zwiebeln, keine Knollen und auch keine Rüben erntet man bei den Schwarzwurzeln, auch als Winterspargel bekannt. Vielmehr schätzt man deren dicke Wurzeln, die wie Pfähle tief in die Erde vordringen. Auch beim Meerrettich dienen solche Pfahlwurzeln für würzige Schärfe in der Küche. Fast schon vergessen sind Haferwurzeln und Kletten, deren kräftige Pfahlwurzeln sehr schmackhaftes Gemüse ergeben. Pfahlwurzeln sind bei manchen Stauden wie Nachtkerzen, Türkenmohn oder Königskerzen der Grund, warum sie sich nur sehr schwer oder gar nicht verpflanzen lassen. Oft bricht die Hauptwurzel oder man sticht sie beim Ausgraben ab, dann wächst dann nicht mehr an.

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