Garten: Laub, Laub und rote Früchte

Garten: Laub, Laub und rote Früchte

Der Spätherbst hält Einzug. Im Garten schmücken sich viele Bäume und Sträucher mit roten Früchten. Kübelpflanzen sollten jetzt ins Warme gebracht werden, Herbstlaub, das von den Bäumen fällt, darf gerne auch mal liegenbleiben. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Novemberfreuden:
• Buntes Laub.
• Roter Fruchtschmuck.

Bauernregel:
Wenn’s Laub nicht vor Martini (11.11.) fällt,
kommt eine große Winterkält‘.

Laub, Laub und nochmal Laub
Plötzlich liegt es dann doch auf dem Boden, das Laub der Bäume und Sträucher. Von Rasenflächen sollte es schleunigst entfernt werden, damit die Gräser darunter nicht ersticken oder gar von Schimmel und Fäulnis befallen werden. Auf Beeten darf es als wärmende Decke liegen bleiben, gut aufgehoben ist es auch unter Hecken und einzelnen Sträuchern. Zum Kompost kommen nur Blätter, die leicht verrotten, und auch dann nur in dünnen Lagen. In einer ruhigen, windstillen Ecke kann man das Laub auch zu einem Haufen aufschichten, als Winterquartier für unzählige Nützlinge.

Kompost abdecken
Aus den Gartenabfällen wird durch Kompostierung beste Erde, wenn die Bedingungen für die Verrottung ideal sind. Jetzt ist es wichtig, auf die richtige Feuchtigkeit zu achten. Kompost sollte sich anfühlen wie ein feuchter, gut ausgedrückter Schwamm. Weil aber kurze, nebelige, kühle Tage die Verdunstung herabsetzen, droht der Kompost zu vernässen – trotz der anhaltend milden, trockenen Witterung. Decken Sie Ihre Kompostmiete den Winter über ab. Dafür können Sie Stroh, Laub, Sackleinen oder auch Vlies verwenden.

Raus oder rein?
Noch immer ist in diesem außergewöhnlich warmen Herbst das Wetter tagsüber mild genug, dass viele Kübelpflanzen draußen bleiben dürfen. Insbesondere die aus mediterranem Klima stammenden Arten wie Olivenbaum, Lorbeer, Zitronenbäumchen, Erdbeerbaum und Zylinderputzer, sogar Oleander und Duftgeranien kann man noch im Freien lassen – nachdem es aber nachts doch immer kälter wird und Nachtfröste anrücken, sollte man die Gewächse zumindest über Nacht herein holen oder an die Hauswand rücken und eventuell noch mit wärmendem Vlies, einer Strohmatte einhüllen. Wässern Sie nicht mehr zu üppig, sondern gießen Sie eher verhalten, damit die Gewächse keine nasskalten Füße, sprich Wurzeln bekommen.

Kennen Sie das?
Spalierbäume
Man sollte sich zwar kein X für ein U vormachen lassen, doch schräg, vertikal bzw. waagrecht geleitete und U-förmige Trieberziehung ist bei Spalieren das A und O. Heutzutage werden vor allem schwach wachsende und klein bleibende Obstbaumformen für Spaliere verwendet, die schon bald nach der Pflanzung fruchten. Man kann sie vor einer Hauswand ziehen – empfehlenswert vor allem für wärmebedürftige Obstsorten wie Birnen und Aprikosen – oder freistehend, als eine Art Hecke. Selbst für Kübelkultur gibt es heute Spalierbäumchen. Wichtig ist immer ein stabiles Gerüst, an dem die Äste festgebunden werden. Beim Wandspalier werden die Bäume am besten leicht schräg eingepflanzt, zur Mauer hin, damit die Wurzeln mehr Raum und damit auch Feuchtigkeit und Nährstoffe bekommen.

2 Kommentare
  • Ich habe heute mein Gartenbeet mit Laub gemulcht, damit die Regenwürmer was zum Futtern haben. 🙂

    12. November 2011 um 22:14

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