Garten: Es gibt viel zu tun

Garten: Es gibt viel zu tun

Es geht sommerlich heiß her im Garten, viel zu tun. Trotzdem sollte man sich auch ruhige Momente gönnen und Früchte aller Arbeit genießen. Salat zum Beispiel, denn der ist jetzt erntereif. Oder sich an Blütensträuchern sowie an Rosen freuen, die sich besonders prächtig zeigen. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
Ziehen die Wolken dem Wind entgegen,
gibt’s am anderen Tage Regen.

Rosenwildtriebe abreißen
Edelrosen, die schon kräftige Knospen zeigen, wachsen optimal, wenn Sie jetzt Wildtriebe entfernen. Erkennen Sie einen Trieb, der von ganz tief unten aus der Unterlage heraus sehr stark wächst und dessen Blätter und Bestachelung anders aussehen als bei den übrigen, dann legen Sie die Ansatzstelle frei und reißen den Wildtrieb mit einem kräftigen Ruck am Ansatz weg. So können die Wildtriebe die Edelrose nicht überwachsen, Ihre Rosen blühen umso schöner.

Morgen-Guss
Warm, und bald schon wieder heiß – damit Pflanzen nicht schlapp machen, muss ausreichend gegossen werden. Lassen die Gewächse mittags schon die Köpfe hängen, nicht gleich zur Gießkanne greifen! Warten Sie lieber bis zum späten Nachmittag mit dem Wässern. Mittags ist das Gießwasser schneller verdunstet, als es die Pflanzen überhaupt aufnehmen können, Wassertropfen auf den Blättern können außerdem wie Brenngläser wirken und zu Verbrennungen führen. Noch besser ist es, morgens zu gießen. So sind die Pflanzen den Tag über gut versorgt und Schnecken wird es schwer gemacht, sich nachts auf Futtersuche zu begeben.

Äpfel und Birnen ausdünnen
Legen Sie beim Kernobst viel Wert auf große, schöne Früchte, sollten Sie jetzt überzählige Jungfrüchte entfernen. Lassen Sie nur die schönsten und kräftigsten Früchte an den Ästen, dicht benachbarte pflücken Sie weg. Schneiden Sie außerdem steil aufwärts wachsende Zweige, sog. Wasserschosse, weg, damit reichlich Sonne in die Krone kommt. So können sich die verbliebenen Früchte optimal entwickeln. Allzu reicher Fruchtansatz wird ebenso bei Pfirsichen und Weintrauben ausgedünnt, nur die schönsten, kräftigsten Früchte bleiben an den Zweigen. Bei Kirschen und Pflaumen dagegen werfen die Bäume von selber überzählige Früchte ab.

Kennen Sie das?
Schattengare
Locker und feinkrümelig, gut feuchtigkeitshaltend und gleichmäßig Nährstoffe liefernd, so ist der optimale Zustand eines Bodens. Darin wachsen Pflanzen bestens. Solche Verhältnisse bleiben unter einer dichten Pflanzendecke lange bestehen, ebenso unter Mulchdecken bei regelmäßiger Bodenbearbeitung. Man spricht daher von Schattengare. Statt bei Hitze auszutrocknen und zu verkrusten, statt bei Dauerregen zu verschlämmen, bildet sich im Schatten des Pflanzenbewuchses durch rege Tätigkeit von unzähligen Mikroorganismen eine stabile Krümelstruktur und ein dichtes Porensystem. Es ist also günstig, den Gartenboden stets beschattet zu halten. Im Blumenbeet kann dies durch dichte Bepflanzung erreicht werden. Im Gemüsebeet bedeckt man nackte Erde stets mit Mulch. Im Frühbeet oder Gewächshaus darf man ruhig auch Vogelmiere als „grünen Mulch“ dulden.

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