Garten: Die Blütenschau ist eröffnet

Garten: Die Blütenschau ist eröffnet

Apfelblüten, Fliederbüsche und Kastanien sprießen um die Wette. Wenn Sie das auch von Ihren Dahlien erwarten, sollten Sie jetzt die Knollen in den Boden einbringen. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Der Frühling feiert:
• Ranunkelsträucher zeigen gelbe Blütenrosen, Rhododendren blühen auf.
• Fliederbüsche zünden lila Blütenkerzen an, Kastanien weiße oder rote.
• Apfelbäume gewanden sich in weiße Blütenkleider.

Bauernregel:
Wenn sich naht St. Stanislaus (7.5.),
rollen die Kartoffeln raus.

Erdbeeren mulchen
Die Vorfreude auf sonnig-süße Früchtchen steigt! Ab dem Frühsommer reifen die zeitigen Sorten. Eine gute Gabe Kompost erhöht den Humusgehalt und liefert Nährstoffe nach, das unterstützt reichen Blütenansatz. Damit die Früchte sich optimal entwickeln können, sollte man die Beete jetzt mulchen. Stroh oder Holzhäcksel eignen sich dafür, aber auch Chinaschilf oder Staudenreste sowie große Blätter, etwa vom Rhabarber.

Möhren ausdünnen
Damit Möhren sich gut entwickeln, brauchen sie Platz zum Wachsen. Gesät werden sie meistens viel zu dicht, weil man den feinen Samen gar nicht so dünn ausstreuen kann. Deshalb müssen die Pflänzchen jetzt ausgedünnt oder verzogen werden. Nur alle 2-3 cm soll eine Möhre stehen bleiben.

Dahlien pflanzen
Möchten Sie besonders früh schon die Blütenpracht von Dahlien im Garten haben, müssen Sie jetzt die Knollen in den Boden bringen. Pflanzen Sie nur prall-saftige und gesunde Knollen. Diese kommen so tief in die Erde, dass ihre Oberseite etwa eine Handbreit unter der Oberfläche liegt. Um das Anwachsen zu erleichtern sollten Sie den Boden vorher gründlich auflockern und die Aushuberde mit reifem Kompost oder mit einem anderen organischen Volldünger (z.B. Hornspäne) anreichern. Stäuben Sie auch noch ein wenig Gesteinsmehl oder Algenkalk dazu. Markieren Sie die Pflanzstellen, damit Sie die Knollen nicht versehentlich bei der Bodenbearbeitung beschädigen. Sie können etwa gleich einen stabilen Stab neben jeder Knolle in den Boden schlagen, an dem die Pflanzenbüsche später aufgebunden werden.

Gartenweisheit
Schneckentipp Nr. 3
Trockene, raue Bodenbeläge mögen Schnecken gar nicht. Sie brauchen dafür viel zu viel Schleim, um solche Hindernisse überwinden zu können. Sand, Fichtennadeln, Getreidespelzen, Rindenmulch, scharfkantiges Häckselgut, Sägemehl oder auch Branntkalk werden dafür als Kriechsperre in breiten Streifen rund um zu schützende Beete ausgebracht. Damit sie wirksam werden, müssen sie jedoch mindestens 30 cm breit sein, das Material sollte 5 cm hoch liegen. Branntkalk darf nur auf schweren Böden ausgebracht werden. Und nach starker Taubildung oder Regenfällen verlieren diese Materialien oft schnell an Wirksamkeit. Trotzdem, wer etwa seine Wegstreifen zwischen den Beeten mit solchen Stoffen bestreut, macht den Schnecken zumindest das Leben schwerer.

1 Kommentar
  • Super, dann habe meine Kartoffeln ja genau richtig gesetzt, wenn St. Stanislaus am 7. Mai ins Haus steht. 🙂 Die Möhren kann man auch bald ausdünnen, denn da tut sich endlich mal was. Leider ist mir im Frühbeet schon ein Kopfsalat verbrannt. 🙁 Das Dach war zur unpassenden Zeit zugefallen. Die Dahlie treibt im Keller vor und wächst langsam vor sich hin. Nachdem der Wetterbericht recht schlecht ist, warte ich noch eine Weile mit dem Umpflanzen in den Garten.

    Schönes Wochenende!

    4. Mai 2012 um 19:22

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