Garten: Das Jäten beginnt wieder…

Garten: Das Jäten beginnt wieder…

Wenn Ihr Lavendelstrauch ganz vertrocknet aussieht, keine Angst: Kratzen Sie am Stamm. Ist es darunter grün, lebt das Sträuchlein noch. Die schlechte Nachricht: Die Frohn des Jätens beginnt wieder… Meine wöchentlichen Gartentipps auf br-online.

Bauernregel:
Hat St. Peter (27.4.) das Wetter schön,
kannst du Kohl und Erbsen sä’n.

Dahlien pflanzen
Die überwinterten Dahlienknollen dürfen wieder in die Erde – natürlich ebenso die neu erworbenen. Heben Sie eine geräumige Pflanzgrube aus. Schlagen Sie gleich jetzt einen Stützpfahl ein, an denen die Dahlien später gut Halt finden. So vermeiden Sie, dass sie die Knollen später unbeabsichtigt verletzen. Mischen Sie reifen Kompost und Hornspäne zur Aushuberde. Bei schwerem Boden empfiehlt es sich, die Knollen auf eine Schicht Sand zu betten. Legen Sie die Knollen vorsichtig hinein, sie sollen etwa 5 cm hoch mit Erde abgedeckt sein. Bei zu tiefer Pflanzung dauert es lange, bis die Knollen austreiben. Zu flache Pflanzung dagegen lässt sie rasch austrocknen und durch Kälte Schaden nehmen. Damit weder zu viel Nässe noch Kälte die Dahlien im Wachstum beeinträchtigt, stülpen Sie am besten einen Schutz darüber, z.B. eine große Glasglocke oder einen Tontopf. Das hält gleichzeitig auch Schnecken ab.

Kratzprobe
Hat der Lavendel den Winter überlebt? Wird der Rosmarin wieder austreiben? Bei dem mediterranen Halbsträuchern stellen sich diese Fragen jetzt. Oft sehen Thymian, Bohnenkraut, Salbei, Ysop und Eberraute erbärmlich aus, völlig eingetrocknet. Mittels einer Kratzprobe kann man bei ihnen wie auch bei Kübelpflanzen, z.B. Oleander oder Zitrusbäumchen, prüfen, ob noch Leben in ihnen steckt. Mit dem Fingernagel schabt man vorsichtig die Rinde ab: Ist es darunter noch grün, hilft ein Rückschnitt und ausgiebiges Wässern. Ist es dagegen braun und trocken, muss für Ersatz gesorgt werden.

Zeit zum Jäten
Sobald sich die erste Löwenzahnblüte zeigt, ist mit dem Jäten zu beginnen. Unkraut im Keim ersticken, heißt die Devise. Im Zier- und Gemüsebeet ist zwischen den noch kleinen Pflanzen die Arbeit rasch erledigt, wenn man mit einer Sternfräse oder einem Gartenwiesel über die nackte Erde fährt.

Kennen Sie die?
Sterndolde
Die Große Sterndolde (Astrantia major) oder auch Sternblume ist eine Staude, die bei uns auf Bergwiesen und in Bergwäldern häufiger vorkommt. Mit gesundem Blattwerk und Blüten, die ab Mai erscheinen, wie Nadelkissen wirken und sehr lange halten, eignen sich die Pflanzen hervorragend für Beete in absonniger bis halbschattiger Lage. Sie wachsen dort problemlos und versamen sich auch. Es gibt verschiedene Sorten mit cremeweißen über hellrosa bis purpurroten Blüten. Schön kombinieren kann man die Sterndolden mit Frauenmantel, Akeleien und Hainsimsen.

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