Apfel: In der Schale steckt der Wert

September ist Apfelzeit! Wenn Äpfel nicht makellos sind oder eine sehr derbe Schale haben, dann schält man sie vor dem Genuss. Aber die Schalen ja nicht wegwerfen – bekanntlich sitzen die wertvollen Stoffe direkt darunter.

Schalen dienen als Schutz für die Früchte, deshalb sind sie mit besonders vielen Abwehrstoffen ausgestattet: Vitamine, Flavonoide, Carotinoide, Polyphenole… Und wie sie die Frucht vor widrigen Einflüssen von außen schützen, können sie auch uns vor oxidativem Stress bewahren und unsere Immunabwehr unterstützen.

Erstaunlich: Geschälte Äpfel enthalten nur noch maximal halb so viel Vitamin C und Folate (B-Vitamin) wie ungeschälte Äpfel derselben Sorte. Also besser gründlich waschen, eventuell mit einer weichen Gemüsebürste nachhelfen und mitessen.

Mit den frischen Schalen lässt sich ein wunderbar aromatischer Tee zubereiten. Eine gute Handvoll Schalen mit 1 Liter Wasser aufsetzen und aufkochen, eine Viertelstunde leise simmern lassen. Mit Zitrone und Honig genießen.

Mein Tipp: Den Apfelschalen noch ein paar Kräuter oder Gewürze hinzufügen. Thymian zum Schutz vor Erkältungen, Ingwer für die Immunstärkung oder Zimtstange und Vanilleschote für einen besonders edlen Geschmack.

Apfelschalentee wird als Nerventrunk gerühmt (beruhigt, entspannt), regt Nieren und Blase an, hilft bei Halsweh und leichtem Husten, gilt als bewährtes Hausmittel bei Rheuma und Gicht.

Fallen reichlich Apfelschalen an, kann man sie für den Vorrat trocknen. Entweder in der Restwärme des Backofens, in dem vorher der Apfelkuchen oder Apfelstrudel gebacken wurde, oder auf der Heizung oder im Dörrapparat. Dann grob geschnitten oder gebrochen für Tee nutzen, oder gemahlen ins Müsli, aufs Butterbrot, über den Salat streuen.

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