Weizengrün und Tulpenbunt

Weizengrün und Tulpenbunt

Wer kennt nicht das schöne Volkslied vom Bauern, der im Märzen seine Rösslein anspannt?Wissen Sie noch, wie es lautet? Was die zweite Strophe erzählt? Und was das alles mit Naturarbeiten zu tun hat, wie die Natur dabei Wurzeln schlägt? Aus der Serie von Henriette Dornberger und mir in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt.„Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt.
Er setzt seine Felder und Wiesen instand.
Er pflüget den Boden, er egget und sät
und rührt seine Hände frühmorgens und spät.

Die Bäuerin, die Mägde sie dürfen nicht ruh‘n.
Sie haben im Haus und im Garten zu tun.
Sie graben und rechen und singen ein Lied
und freu‘n sich, wenn alles schön grünet und blüht.“

Also rühren wir doch fleißig die Hände, säen wir Grünes und freuen uns, wenn bald alles schön blüht.

Weizengrün und Tulpenbunt
In ein Pflanzgefäß, passend zu Ostern eine Eierschale aus Porzellan oder Steingut, wird Aussaaterde gefüllt. Die Oberfläche mit einem Brettchen sanft andrücken und glätten. Darauf wird Weizen gesät, der schnell keimt und bald zu einer schönen „Rasenfläche“  heranwächst. Auch Ostergras oder Katzengras aus dem Samenfachhandel eignet sich, denn das ist auch nichts anderes als Weizen. Alternativ bietet sich Rasensamen an, der aber meistens ein wenig länger zum Wachsen braucht. Die Samen dicht an dicht streuen, erneut mit dem Handrücken oder einem Brettchen andrücken und dünn mit Erde bestreuen. Angießen, warm und hell aufstellen. Nach wenigen Tagen beginnt die Saat zu keimen und zu sprießen – vergessen Sie nicht, immer ausreichend zu wässern.

Sobald die Schale begrünt ist, wird sie bunt geblümt – dazu einfach Glasröhrchen (Reagenzgläser, bekommt man in der Apotheke oder im Blumenfachhandel) in die Erde stecken, mit Wasser füllen und eine Frühlingsblume nach Wahl hineinstellen. Zu Ostern kommen dann noch bunte Eier oder Häschen hinzu, die man in oder neben die Schale legt.

Benötigte Materialien:
Saatschale oder Pflanzgefäß
Aussaaterde
Weizensamen
Glasröhrchen (Reagenzgläser)
Tulpen

Tulpentipp
Gerade gibt es Tulpen in allen Farben und Formen. Sie bleiben in der Vase lange schön, noch länger, wenn man ein paar Pflegetipps beachtet. Blätter verbrauchen in der Vase nur unnötig viel Wasser, deshalb entfernt man sie am besten. Ziehen Sie die Blätter dazu vorsichtig vom Stängel ab. Höchstens eines pro Stiel belässt man, wenn Grünes Beiwerk erwünscht ist. Der weiche, fleischig-saftige Tulpenstängel muss mit einem scharfen Messer frisch angeschnitten werden, damit er gut Wasser aufsaugen kann. Damit er nicht fault, sollte er nicht zu tief im Wasser stehen, zwei bis drei Fingerbreit sind ideal.
Tulpen wachsen auch in der Vase weiter. Ihre Blüten öffnen sich tagsüber und schließen sich über Nacht, dabei legen sie täglich ein kleines Stück an Größe zu. Damit sie nicht umkippen, sollte man sie in ein entsprechend hohes Gefäß stellen. Standhilfe bekommen Tulpen beispielsweise durch einige Zweige, die man locker zwischen die Blüten steckt. Schwere Tulpenköpfe, vor allem bei gefüllten Sorten, dürfen sich gerne am Vasenrand anlehnen. Auch hier bei den Glasröhrchen können die Stängel so kurz geschnitten werden, dass die Tulpen direkt dem Glasrand aufsitzen.

Tulpen treiben es bunt
In ihrer fröhlichen Farbenvielfalt verbreiten Tulpen immer gute Laune. Viele bunte Tulpenköpfe kommen in diesem Steh-Strauß richtig groß heraus. Damit die Farben ordentlich leuchten, sollte etwas Weiß dazu gemischt werden, also zu zehn bunten Tulpen stets zwei weiße kombinieren. Und so entsteht der Stehstrauß:
Tulpenköpfe mit einen Stück Stiel aus den Blättern herausschneiden, die Blätter aber aufheben.
Tulpen Kopf an Kopf bündeln.
Tulpenblätter samt Stiel als Manschette den Tulpenbund ordnen – die Stiele geben dem Strauß zusätzlichen Halt, dass er stehen kann. Mit Bast den Strauß zusammenbinden.
Stiele alle auf gleiche Länge schneiden, bis der Strauß steht.
Diesen Stehstrauß in einen tiefen Teller oder ein weites Gefäß abgerückt von der Mitte stellen. Etwas Wasser einfüllen, damit die Tulpen es über die Schnittflächen aufnehmen können.

Und noch eine Idee: Tulpen in der Moosvase

Hohe schlanke Flaschen dicht mit Plattenmoos belegen, mit Myrtendraht umwickeln. Tulpenköpfe in die wassergefüllten Flaschen stecken.

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