Weißdorn aufs Brot mit Herz

Der Weißdorn (Crataegus) trägt nahezu jedes Jahr üppig Früchte. Verführerisch locken sie von den Zweigen, da möchte man immer zugreifen. Schon mal probiert? Naja, eine Geschmacksexplosion kann man das kaum nennen. Mehlig mit einem Hauch von Säure. Die botanisch Apfelfrüchtchen genannten Dinger heißen im Volksmund deshalb auch Mehlfässchen. Mal überlegen, was sich damit anfangen lässt…

Stark fürs Herz

Heilkundlich werden Weißdornfrüchte neben Blüten und Blättern für Medizinalwein oder Tinkturen verwendet. Als „Freund des Herzens“ hat sich der Weißdorn schließlich einen großen Namen gemacht. Er reguliert den Herzschlag und unterstützt die Pumptätigkeit, verbessert die Durchblutung von Herzmuskeln und Herzkranzgefäßen. Seine Wirksamkeit entfaltet Weißdorn aber erst, wenn er über längere Zeit eingenommen wird. Warum also nicht ins tägliche Essen integrieren?

Gut aufs Brot

Machen wir doch mal einen Aufstrich:

  • 500 g Weißdornfrüchte
  • 1 großer Apfel
  • 50 g Parmesan, fein gerieben
  • 50 g Sonnenblumen- oder Sesamkerne
  • 1 Knoblauchzehe 
  • 2 TL Essig
  • 50-125 ml Olivenöl
  • 2 EL gehackter Dost und Quendel
  • Salz

Zubereitung: Weißdorn und Apfel waschen, mit etwas Apfelsaft oder Wasser weich kochen und durch ein feines Sieb passieren. Sonnenblumenkerne oder Sesam fein mahlen. Knoblauchzehe ganz fein würfeln. 250 g von diesem Fruchtmus mit Sonnenblumenkernen, Knoblauch und Kräutern mischen. Essig zugeben und so viel Olivenöl unterrühren, bis der Aufstrich die gewünschte Cremigkeit hat. Mit Salz abschmecken.

Tipp: Auf Nussbrot oder geröstete Baguettescheiben streichen, mit einer Birnenspalte und einer Scheibe rohen Schinken belegen.

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