Der harte Verschlusslaut P erzeugt beim Sprechen einen abrupten Luftausstoß. dadurch wird oft eine kleine Tröpfchenwolke abgegeben. Papperlapapp? Dann sprecht mal: Polnische Pollenputzer putzen polnische Pollen auf polnische Pollenputzerputzart. Gut, dass Pflanzen nicht dauernd reden, sonst wäre es auf der Wiese ziemlich feucht – wenn die Gewächse mit Anfangsbuchstaben P einander namentlich zurufen.

Pfannkuchen –> Wilde Malve (Malva sylvestris)
Ihre runden, flach gedrückten Früchte erinnern nicht nur an Käselaibe, sondern auch an Fladenbrote oder Pfannkuchen. Sie sind sogar essbar, darüber mehr im Pflanzenlust-Blog: HIER

Pfeiferlein –> Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
Aus den ziemlich stabilen, hohlen Stängeln des Doldenblütlers lassen sich Musikinstrumente herstellen. Pfeifen, Flöten oder Trompeten eben, danach auch Bezeichnungen wie Flötenkraut, Trulluten, Blösli oder Sautute. Zum Spielen eignen sich die Stiele auch. Glaubt Ihr nicht? Dann lest den Beitrag im Pflanzenlust-Blog über den Krautkasper: HIER

Pickerl am Berg –> Gewöhnliche Pechnelke (Viscaria vulgaris, Silene viscaria)
Ein Pickerl kennt jeder, der auf Österreichs Autobahnen unterwegs war, nämlich das Klebe-Etikett für die Maut. Und wie das gepickt, oder gepappt bzw. geklebt hat. Das Ticket war aber nicht mit dem Leim dieser hübschen Wiesenblume aus der Familie der Nelkengewächse bestrichen. Dennoch hat die klebende Bereiche am Stängel, um Tierchen das Aufkriechen zu verwehren. Und weil sie oft in Wiesen der Gebirge wächst, ist ihr der Name Pickerl am Berg angeklebt worden.

Pisspott –> Kornrade (Agrostemma githago)
Wer früher mal musste, hatte entweder einen längeren Gang zum Klohäuschen vor sich oder nahm in der Nacht einen Nachttopf vulgo Pisspott zu Hilfe. Diese Geschirre für die Notdurft waren teilweise aus edlem Porzellan mit kunstvoller Verzierung – so schön wie eine Blüte, wie eine von der Kornrade. Die stand einst ähnlich häufig wie Nachttöpfe unterm Bett in Getreidefeldern, ist aber wie Nachttöpfe selten geworden. Und gilt als giftig, siehe dazu den Beitrag im Pflanzenlust-Blog: HIER

Pitschipatschi –> Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis)
Wenn man’s nur erklären könnte, aber Pitschipatschi, Pitschpatsch, Pipelpapeln oder Burzigagel sind es nicht – und doch wird damit dieser Korbblütler angesprochen.