Muttergotteskissen

Muttergotteskissen

RosengalleFindet man nicht selten an Wildrosenzweigen: moosartige Auswüchse, verursacht durch den Stich einer Rosengallwespe. Diese Kinderstube für die Larven des Insekts wurden früher als Schlafäpfel unters Kopfkissen gelegt. Sieben Stunden sollte schlummern können, wer auf einem solchen „Siebenschläfer“ oder „Schlafkunz“ ruhte. Aber die Gebilde sind auch sonst noch wundertätig.

Als Muttergotteskissen oder Barbarakisselchen gehörte ein solcher Zweig mit Galle in den Kräuterbuschen zu Maria Himmelfahrt. Damit sollte Blitzschlag und Unheil vom Haus abgewendet werden – Maria gilt wie die Heilige Barbara als Schutzpatronin vor Blitzgefahren.

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