Mariengras

Mariengras

Hierochloe odorataEs duftet nach Vanille und Waldmeister, das Mariengras (Hierochloe odorata). Man findet es in Pfeifengraswiesen, Seggenrieden oder Bruchwäldern – alles immer seltener werdende Standorte. Deshalb wird auch das Mariengras immer seltener, es steht bereits auf der Roten Liste. Wer eins findet, kann es in den Kräuterbuschen zu Maria Himmelfahrt am 15. August stecken – damit der Strauß noch besser duftet.

Die Duftstoffe stecken vor allem in die unteren Stängel und Blattscheiden. Sie werden frei, wenn das Gras leicht angewelkt ist – oder auch beim Räuchern. Früher würde das Mariengras, auch Vanille, -Süß- oder Heiliggras genannt, zu festtagen vor und in der Kirche ausgestreut, auf dass der süße Duft für eine wohlige, entspannte Stimmung sorgen sollte.Ursprünglich war es der Göttin Freya geweiht, wurde dann aber unter den Schutz der Maria gestellt.

Als Büffel- oder Bisongras ist es in Wodka berühmt geworden, wobei dieser Wodka mit einer Kräutermischung gebrannt wird, der Grashalm kommt später nur zur Dekoration hinzu.

Mariengras lässt sich sehr einfach im Garten ziehen, aber Vorsicht, es neigt stark zum Wuchern. In eine Blumenwiese eingesät sorgt es dafür, dass Heu wieder nach Heu, also Cumarinen duftet.

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