Marienblatt

Marienblatt

Tanacetum balsamitaWunderbar balsamisch duftende Blätter trägt die Frauenminze (Tanacetum balsamita), auch Balsamblatt, Frauensalbei genannt und wie so viele stark aromatische Pflanzen der Maria zugesprochen – als Marienblatt, Marienminze, Maria Bettstroh.

Früher legte man gerne ein Blatt davon als Lesezeichen in die Bibel oder ins Gesangbuch – falls man in allzu inniger Versenkung in die Andacht einnickte, weckte der kampferartige Duft einen wieder auf. Daher die Namen Riechblättchen oder Bibelblatt. Es wird erzählt, dass alte Frauen sich davon auch gerne ein Riechsträußchen mit in die Kirche genommen haben. Als Badekraut sollte es Bauchschmerzen und Koliken lindern, gerne war es bei Hebammen im Einsatz. Man kann die hübschen Blätter ähnlich wie Salbei in Teig ausbacken. Im Garten wächst das winterharte Kraut sehr gut, es treibt aus einem Wurzelstock immer wieder aus.

 

Keine Kommentare vorhanden

Einen Kommentar schreiben

X