Jetzt oder nie

Jetzt oder nie

Veilchenduft – Duftveilchen, gerade überziehen sie in großen Herden meinen Rasen (der gar kein Rasen ist). Und duften, duften, duften. Aber nur jetzt! Denn ihr Blütenduft lässt sich nicht einfangen, von nichts und niemand. Purpurvioletter Veilchenzucker (Kristallzucker mit frischen Duftveilchenblüten vermahlen) verströmt sein Aroma nur wenige Stunden, wird bei Lagerung ganz schnell blass und fade. Wer also in Veilchenduft schwelgen will, muss das jetzt zur Blütezeit im Frühling tun. Oder ein ganzes Jahr warten…

Ätherisches Veilchenöl, ziemlich kostspielig, wird gewöhnlich vorwiegend aus Blättern gewonnen und riecht „grün“, dennoch angenehm samtig. Doch mit dem Blütenduft hat dies wenig gemein. Für Parfüms nimmt man auch den Duft der Florentinischen Iris (Veilchenwurzel) oder synthetisch hergestellte Jonone. Echtes ätherisches Öl aus Veilchenblüten, sehr teuer, duftet erst einmal nicht nach Veilchen, es muss stark verdünnt werden, damit der typische Wohlgeruch wahrnehmbar wird. Veilchenblütenduft muss man direkt an der Quelle genießen, unmittelbar an den frischen Blüten schnuppern.

So manches Geheimnis lässt sich die Natur also nicht entreißen. Finde ich gut so!

 

1 Kommentar
  • Was für ein schönes Foto. In unserem Garten hat sich auch ein Veilchen angesiedelt. Muss mal in einer Regenpause schnuppern gehen …

    Viele Grüße,
    Doris

    11. April 2012 um 15:40

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