Garten: Kälte schützt vor Wachstum nicht!

Garten: Kälte schützt vor Wachstum nicht!

Vom Märzwinter über die Eisheiligen zur Schafskälte: Was kommt als nächstes? Trotzdem ist es erstaunlich, dass sich die Pflanzen so prächtig entwickeln, dass alles blüht und fruchtet. Einige mit ein bisschen Verspätung, etwa Erdbeeren und Rosen. Aber der Rasen, der wächst … Meine wöchentlichen Gartentipps auf br-online.

Bauernregel:
Soll Feld und Garten wohl gedeih‘n,
dann braucht’s im Juni Sonnenschein.

Läuseplage
An vielen Gartenpflanzen machen sich derzeit die Läuse breit: Bohnen, Rosen, Petunien, sogar Salbei und Petersilie sind von den Pflanzensaugern befallen. Wenn zwischen den Kolonien jetzt geflügelte Tiere auftreten, sollten Sie eingreifen. Denn die Läuse mit Flügeln schwärmen schnell aus, um neue Wirtspflanzen zu besiedeln. Stark von Läusen besetzte Triebe schneiden Sie am besten ab, denn diese entwickeln sich ohnehin mehr schlecht als recht. Spülen Sie die Läuse mit Wasser ab und besprühen Sie die Pflanzen mit Lavendelöl-Lösung (10 Tropfen Lavendelöl mit 1 Liter Regenwasser und einem winzigen Tropfen Spülmittel verschütteln).

Tomaten mulchen
Bedecken Sie den Boden unter den Tomaten dünn mit Gras vom Rasenmähen, lassen Sie den Grasschnitt aber erst etwas anwelken. Die Schicht soll nicht dicker als 2 cm sein. Unter diesem Mulch bleibt der Boden warm und feucht, das fördert das Wachstum der Tomaten. Auch bei Gurken, Kürbissen, Paprika und anderen wärmeliebenden Gemüse hilft dies, dass die Pflanzen bestens gedeihen.

Brennnesseln ernten
Trotz der Kühle, aber dank des ergiebigen Regens gedeihen dieses Jahr die Brennnesseln besonders üppig. Jetzt, zu Beginn der Blüte, ist die beste Zeit, die Pflanzen zu ernten. Schneiden Sie die Pflanzen knapp über dem Boden ab und hacken Sie sie klein, um eine Jauche anzusetzen. Mit der Jauche lassen sich alle Gartenpflanzen mild düngen. Solange die Jauche noch gärt und beißend riecht, muss sie im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt werden. Nachdem die Jauche vollständig vergoren ist, reicht eine Verdünnung 1:5.

Kennen Sie den?
Staudenlein
In freier Natur höchst selten geworden und streng geschützt, blüht der Ausdauernde oder Staudenlein (Linum perenne) in Gärten derzeit prächtig. Die herrlich blitzblauen Blüten sieht jeder gerne, zudem ist der Lein höchst unkompliziert – wenn er nur eine sonnige und trockene Stelle auf sandigem oder steinigem, ruhig kargem, aber unbedingt kalkhaltigem Boden bekommt. Jede einzelne Blüte hält zwar nur kurz, aber es werden über Wochen ständig neue Knospen gebildet.

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