Garten: Auf den Winter vorbereiten

Garten: Auf den Winter vorbereiten

Noch ist die Farbenpracht nicht völlig aus den Gärten verschwunden. Nichtsdestotrotz lässt der Winter nicht mehr allzu lange auf sich warten: Jetzt sollte mit ersten Einwinterungsarbeiten begonnen werden. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de

Bauernregel:
Fliegen im November noch Sommerfäden,
wirst du lang‘ nicht vom Frühling reden.

Gräser stehen lassen
Grashalme sind hohl. Werden sie jetzt abgeschnitten, kann Nässe und Kälte tief in Herz der Grashorste eindringen. Das führt zu Fäulnis oder zum Auswintern, d.h. das Wasser in den Halmen gefriert und sprengt sie, hebt den ganzen Buschen aus der Erde. Deshalb unbedingt die trockenen Halme stehen lassen, am besten im oberen Drittel fassen und locker zusammenbinden. So entsteht eine Art Tipi, Nässe kann außen ablaufen. Die neuen Triebknospen bleiben gut geschützt. Nicht zu vergessen, dass Gräser mit ihren filigranen Halmen und Blütenresten im Winter äußerst reizvoll sind!

Dahlien einwintern
Nachdem der Frost die Dahlien dahingerafft hat, schneidet man alle Triebe von den Wurzelknollen ab. Die bereits vorab gelockerten Wurzelknollen holt man aus dem Boden und schüttelt alte Erde ab. Nachdem es längere Zeit nicht geregnet hat, sind die Dahlien bereits gut abgetrocknet. Falls noch ausgiebig gewässert wurde, sollte man die Knollen mit den Stängeln nach unten noch ein paar Tage abtrocknen lassen, bevor sie eingelagert werden. Jede Dahlie bekommt eine Beschriftung mit Namen und/oder Beschreibung. Die Knollen kommen blank in einen Kellerraum, wo auch Kartoffeln und Äpfeln lagern. Falls kein kühl-feuchter Keller vorhanden, werden die Knollen in Kisten in Sand oder Laub, Holzwolle oder zerknülltes Zeitungspapier eingefüttert und frostfrei (bei 5-10 °C) sowie dunkel eingewintert. Jetzt ist nur noch darauf zu achten, dass die Knollen nicht vollständig austrocknen. Also bei Bedarf vorsichtig leicht anfeuchten.

Rasenmäher einmotten
Nachdem der Rasenmäher für diese Saison wohl endgültig nicht mehr gebraucht wird, sollten Sie ihn sorgfältig reinigen – Spachtel und Drahtbürste leisten dabei gute Hilfe. Ziehen Sie das Zündkerzenkabel ab. Füllen Sie den Tank komplett mit Benzin, damit kein Kondenswasser entsteht und Rost verursacht. Elektromäher ebenfalls säubern, Messer leicht fetten und Kabel am besten frostfrei einlagern, damit die Umhüllung nicht brüchig wird.

Kennen Sie das?
Säulenbäumchen und Zwergbäume
Gertenschlank und Miniwinzig – das sind Kennzeichen für besondere Obstbaumformen. Säulenbäume wachsen zeitlebens mit einem durchgehenden Stamm, von dem keine oder nur sehr wenige Seitenäste entspringen. Blüten und Früchte entwickeln sich direkt am Stamm. Dadurch entsteht ein schmal säulenförmiges Gehölz, das selbst in sehr kleinen Gärten und bei beengten Verhältnissen Platz findet. Als Säulenbäumchen gibt es vor allem viele Apfelsorten, darunter viele Neuzüchtungen mit ausgeprägter Widerstandskraft.
Zwergbäume zeigen ausgeprägt kompakten, schwachen Wuchs, werden aber zu richtigen Bäumen mit Stamm und Krone – nur eben im Miniaturformat. Inzwischen bieten die Baumschulen fast alle Obstarten in dieser Form an, von A wie Apfel bis Z wie Zwetschge. „Echte“ Zwergbäume, denen der schwache Wuchs in den Genen liegt, müssen kaum geschnitten werden. Ist das schwache Wachstum auf die Unterlage zurückzuführen, muss regelmäßig die Schere angelegt werden. Bei allen äußerst wichtig: Eine sehr sorgfältige Bodenvorbereitung bei der Pflanzung und ein kräftiger Stützpfahl. Anders als Hochstamm-Obstbäume fruchten diese Winzlinge bereits im ersten oder zweiten Jahr nach dem Einsetzen, haben jedoch nur eine Lebenserwartung von rund 15-20 Jahren.

4 Kommentare
  • Ich feuchte meine Dahlienknollen ab und zu mit einem Blumensprüher an. Das hat bisher sehr gut funktioniert. Die Dahlien haben schon das 3. Jahr wunderbar geblüht nach dieser Art der Überwinterung. 🙂

    5. November 2011 um 23:14
  • super Tipp! 🙂 Werde ich diesen Winter auch gleich mal ausprobieren! 🙂

    17. November 2011 um 13:07
  • Marius
    Antworten

    Hallo,

    finde die Tipps echt hilfreich..Wer Rosen im Garten hat sollte drauf kranke bzw. trockene Triebe zu schneiden. So werden die Rosen vor beispielsweise Pilzen geschützt und können den harten, kalten Winter überleben….

    lg

    Marius

    25. November 2011 um 15:01

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