Weißdorn

„Wenn der Weißdorn blüht im Hag, wird es Frühling auf einen Schlag.“ Na da wird’s aber Zeit! Der Weißdorn (Crataegus) blüht, aber Frühling? Egal, die Freude über diese unglaubliche Blütenpracht des Weißdorns wiegt alles auf. Da hüpft das Herz – gleich im doppelten Sinn, gilt doch der Weißdorn als Freund des Herzens, als eine der bedeutendsten Herz-Heilpflanzen. Pfarrer Sebastian Kneipp, der dieser Tage seinen 200. Geburtstag feiern würde, hielt große Stücke auf dieses Rosengewächs.

Heilpflanzen wie der Weißdorn gehören zu den fünf Säulen des Kneippschen Gesundheitssystems neben Wasser, Bewegung, Ernährung und Lebensordnung. Also versuche ich mit Hilfe des Weißdorns, die Kneippsche Ganzheitsmedizin auf mich wirken zu lassen. „Es lässt sich mit Recht behaupten, dass Helle und Sonnenlicht sehr dazu beitragen, eine gute Stimmung im Menschen hervorzubringen, somit auf Geist und Körper wesentlich einwirken.“, meinte Sebastian Kneipp.

Heißt, sich nicht drinnen verkriechen, sondern hinaus an die frische Luft, egal ob’s regnet oder die Sonne scheint. Auf mit bewegten Schritten zur Hecke, wo der Weißdorn wohnt. Dazwischen barfußlaufen im nassen Gras und die Himmelsdusche genießen. Die Pracht des Strauchs bewundern, sich auf den Strauch konzentrieren, achtsam Blüten und Blättchen für Tinktur oder Wein zupfen. Ein paar junge Weißdornblättchen auf ein Butterbrot legen, schmeckt gut und tut gut. Oder auf ein Pizzabrot legen… wie in meinem Baumbuch beschrieben:

Karin Greiner: Bäume in Küche und Heilkunde, 4. Auflage 2021, AT Verlag,
ISBN: 978-3-03800-910-8, € 29,90

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