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Super erfrischend

Heiße Tage – da lechzen alle nach etwas Kühlem, nach etwas Erfrischendem. Viel trinken ist angesagt, aber warum nicht auch saftige Früchte essen? Wie gut, dass Kirschpflaumen noch nicht ganz reif sind. Ja, Ihr habt richtig gelesen, NOCH NICHT GANZ REIF. Denn genau dann sind die Steinfrüchte schön knackig und schmecken säuerlich, egal ob es sich um rot, blau oder gelb abreifende Formen handelt.

Kirschpflaumen sind weder Mirabellen (Prunus domestica ssp. syriaca) noch Renekloden (Prunus domestica var. claudiana), weder Pflaumen (Prunus domestica) noch Zwetschgen (Prunus domestica ssp. domestica), sondern eine eigenständige Art: Prunus cerasifera. Regional werden sie auch als Myrobalanen, Arabische, Russische oder Türkische Kirschen bezeichnet. Rotlaubige Formen heißen Blutpflaumen. Nicht selten wirft man sie mit den Kriechenpflaumen (Prunus insititia) in einen Topf, die zahllose Volksnamen wie Krieche, Kriacherl, Kreke, Kringel, aber auch Ziparte, Zipperle, Spilling, Spenling usw. tragen. Aber das ist eher nebensächlich, denn genießbar sind sie alle.

Nach türkischem oder persischem Vorbild werden unreife Kirschpflaumen gut gekühlt mit Salz gegessen (Can Erik, Goje Sabz). Die Kirschpflaumen einfach anbeißen, ins Salz stippen und essen. Wem das noch nicht sauer und erfrischend genug ist, gibt zusätzlich Zitronensaft und Sumach dazu. Dafür kann man die Früchte in eine Schale füllen, mit Zitronensaft mischen, dann mit Salz und Sumach bestreuen und gut mischen.

3 Kommentare zu „Super erfrischend“

  1. danke – jetzt hab ich was gelernt. Das Gewürz Sumach war mir vom Namen her unbekannt, ich glaube ich kenne es aber als rotes Pulver über orientalische Speisen. Gleich recherchiert hab ich gesehen, dass es vom Gerber-Sumach kommt. Ganz ähnlich dem Essigbaum der munter mit vielen Ausläufern bei mir in der Nähe wächst. Die Früchte des Essigbaums nasche ich gerne mit ihrem zitronigen Geschmack. Auch für Limonade sind sie toll. Wahrscheinlich ist der Geschmack ganz ähnlich dem vom Sumachgewürz, oder?

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    • Der bei uns als Ziergehölz bekannte Essigbaum oder Hirschkolben-Sumach (Rhus typhina) gilt als gering giftig. Die Giftzentrale Bonn warnt vor Einnahme größerer Mengen. Milchsaft und Behaarung sind kritisch, sie können die Haut stark reizen. Wie stets: Die Dosis macht das Gift.
      Innerhalb der Familie der Sumach-Gewächse gibt es z.B. auch den Gift-Sumach oder Poison Ivy (Gift-Efeu; Rhus toxicodendron), dessen Blätter starke Kontaktallergene enthalten, der insgesamt sehr giftig ist.
      Vom im Orient heimischen Gerber-Sumach (Rhus coriaria) stammt das vor allem in der türkischen, persischen, arabischen Küche beliebte Gewürz, es besteht aus gemahlenen Steinfrüchten. Nicht zu verwechseln mit den nordamerikanischen und ungiftigen Duft- oder Gewürz-Sumach (Rhus aromatica), dessen Früchte in der Küche wie heilkundlich genutzt werden.

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      • danke für die ausführliche und hilfreiche Antwort!
        Ich nehm auch immer nur ein oder zwei Früchte…
        Und danke auch für die tollen Kirschpflaumen-Rezepte

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