Selbstversuch mit dem Hexenkraut

Simone Braun, voller Entdeckerfreude, berichtet von ihrer Begegnung mit dem Hexenkraut:
„Ich liebe Gewächse für den zweiten oder auch für den dritten Blick, die man zunächst im Vorbeigehen gar nicht wirklich wahrnimmt, und die dann irgendwann doch einmal im Detail begutachtet ganz besonders hübsch und geheimnisvoll erscheinen. Leider machen es mir solche Pflanzen meist auch alles andere als leicht, sie mit der Kamera zufriedenstellend abzubilden. Dazu gehört auch das Hexenkraut (Circaea lutetiana) aus der Familie der Nachtkerzengewächse, das mir seit einiger Zeit ganz oft am Wegesrand im Wald an schattigen Plätzen auffällt.
Die kleinen, weißen Blüten erscheinen zwischen Juli und August. Von oben betrachtet sehe ich in ihnen tanzende Feen im Plusterrock mit lockigem Wuschelkopf. Dieser Wuschelkopf ist die bereits sichtbare, mit hakenförmigen Borsten besetzte Frucht, die später wie eine Klette an allen Vier- und Zweibeinern hängen bleibt, die an der Pflanze vorbeistreifen und so ihre Verbreitung übernehmen.“

Achtung!

Zu diesem Kraut hatte ich Simone Braun einige Tage vorher eine Mail geschrieben und sie sozusagen „gewarnt“. Man soll gut aufpassen beim Hexenkraut. Ihm wird eine starke psychologische Wirkung nachgesagt. Isst man ein paar Blüten oder trinkt einen Tee daraus, soll dies das Selbstwertgefühl steigern. Man würde dadurch auch die emotionale Ebene sensibilisieren. Frauen, die die Blüten gegessen haben, berichten von einer unerwarteten Anziehungskraft auf Männer. Als Bachblüten-Essenz macht das Hexenkraut angeblich offen fürs Übersinnliche und Mystische.
Simone Braun: „Na, das klingt doch richtig spannend! In mir kribbelt es und ich starte einen Selbstversuch: Pro Tag möchte ich eine Blüte zu mir nehmen, wenn mir die Pflanze bei meinen Spaziergängen begegnet.

Mysteriös

Und weiter fragt sich Simone Braun: „Circaea lutetiana – was mag der botanische Name wohl bedeuten? Schnell lässt sich herausfinden, dass das Hexenkraut Circe gewidmet ist, einer Verführerin und Zauberin der griechischen Mythologie, die die Gefährten des Odysseus in Schweine verwandelte. Der Artname lutetiana heißt soviel wie „aus Paris stammend“, denn Lutetia ist der antike Name von Paris. Hä? Welche Verbindung gibt es nun zwischen der antiken Zauberin Circe und der Weltstadt Paris? Weiter lese ich, dass Lutetia auf den keltischen Wortstamm luto- bzw. luteuo- zurückgeführt werden kann, was „Sumpf“ bedeutet. Paris, einst auf sumpfigem Gelände an der Seine gegründet. Ah, ok, trotzdem eigenartig. Die Zusammenhänge und das Benennungsmotiv sind mir noch nicht wirklich klar. Vielleicht kann da jemand weiterhelfen?
Kaum gehe ich vor ein paar Tagen ums Haus, um Wasser aus der Regentonne zu holen, strahlen mich unzählige tanzende Hexenkräuter an. Das kann kein Zufall sein, oder? Bezirzender Zauber hin oder her – ich freue mich über die Entdeckung direkt vor der Haustüre, denn so kann ich mir ab und zu ganz leicht ein paar frische Blätter für meinen wilden Salat holen. Und natürlich auch meine tägliche Blüte…“

Entdeckt doch auch das zauberhafte Hexenkraut, viel Freude dabei! Und danke an Simone Braun. Ohne sie wäre dieser Artikel leer geblieben…

3 Gedanken zu „Selbstversuch mit dem Hexenkraut“

  1. Kaum zu glauben uns doch mysteriös, dass ich durch Zufall aif dieses ktsit gestoßen bin ,fas nicht in meinem pflanzenbuch zu finden ist ,denn ich mache zur Zeit eine schwere seelische Phase durch und danke für diese Bereicherung……

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