Schierlings-Jüngling

Schierlings-Jüngling

Conium maculatum JungpflanzeUnd dann hat sich doch noch ein Schierling, ein Gefleckter (Conium maculatum) im hintersten Winkel versteckt, der jetzt schon ziemlich groß ist – Teenie, Jüngling, Halbstarker, oder so was in dem Alter. Sieht aus wie…?

Und genau das ist die Crux mit den Doldenblütlern. Viele sind sich zum Verwechseln ähnlich. Essbare und hochgiftige. Da wennst daneben langst. Pfiat di Gott. Also muss man forschen. Dabei sein, wie ein Schierling wächst, gedeiht, groß wird. Vergleichen, mit anderen Arten. Nur dann kannst ihn hundertprozentig identifizieren.

Bücher helfen da kaum, so was muss man selbst erleben und mit allen Sinnen wahrnehmen. Obwohl ich mir zutraue, einen Gefleckten Schierling auch vom überaus ähnlichen Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris) zu unterscheiden, will ich doch genau wissen, wie sich der Schierling in allen Phasen seines Lebens gibt. Und siehe da, ich bin völlig überrascht, wie er als Keimling, Jungpflanze aussieht. Da zeigt er seine typischen Erkennungsmerkmale (bläulich bereifte, im unteren Teil rotgefleckte Stängel) noch nicht prägnant – vor allem fehlt weitgehend der charakteristische „Duft“, es „mauselt“ nicht, riecht höchstens ein bisserl muffig! Aber die Blattstiele helfen weiter, sie sind glatt rund, grün, unbehaart – anders als beim Wiesenkerbel, dessen junge (!!!) Blattstiele überwiegend rötlich bis violett überlaufen, oft fein behaart und von einer markanten Rinne geprägt sind, zusätzlich kräuterwürzig riechen, niemals abstoßend oder gar eklig. Na also, wieder was gelernt.

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