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Kuchenduft liegt in der Luft

Noch sind nicht alle Blätter von den Zweigen gefallen, ich freue mich an herrlichen Herbstfarben des Laubs. Aber es gibt nicht nur Augenweiden, sondern auch olfaktorische Genüsse.

Mir zieht ein unwiderstehlicher Duft nach Lebkuchen in die Nase – oder ist es Zuckerwatte? Karamellisiertes Popcorn? Sahne-Karamellen? Frisch aus dem Ofen gezogener Kuchen? Ich folge der Duftspur und gelange zu einem Baum mit rundlichen Blättern:

Aha, der Katsura-Baum (Cercidiphyllum japonicum), auch Judasblattbaum, Lebkuchenbaum oder kurz Kuchenbaum genannt, aus der nur zwei Arten umfassenden Familie der Kuchenbäume (Cercidiphyllaceae). Der vorweihnachtliche Blattduft stammt von den alternden, bald vergehenden Blättern.

Mich begeistert dieses Laub. Sieht es nicht aus wie vom Zuckerbäcker? Meistens goldgelb, aber auch mal rosa oder rötlich, wie aus Fondant oder mit buntem Zuckerguss glasiert. Und so hübsch ziseliert.

Das besondere Blattaroma ist besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit, Nebel oder Regen wahrnehmbar.

Selbst wenn die Blätter schon auf dem Boden liegen, kann man noch einen zarten Kuchenduft wahrnehmen. Und bei weiblichen Bäumen die Balgfrüchte entdecken, die mich an Mini-Bananen erinnern.

Gibt es noch andere Bäume, die im Herbst schön duften? Ich schaue mich mal in der Verwandtschaft des Kuchenbaums um, bei den Zaubernussgewächsen (Hamamelidaceae). Schau an – oder besser, riech doch: Da werde ich fündig (wenn auch meistens nur ganz zart).

Nach was die Gehölze duften, müsst Ihr selbst erkunden – meine Geruchseindrücke habe ich bildlich bei den Arten festgehalten. Und keine noch so schlaue KI kann diese Erlebnisse vermitteln! Da braucht es einfach eine menschliche Spürnase…

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