Indisches Springkraut, Isländisch Moos, Jerusalemkirsche – Länder und Städte leihen Pflanzen immer mal wieder ihre Namen. Auch Tiere tun das, etwa dem Igelkopf (Nelkenwurz, Sonnenhut) oder dem Immenblatt (Melisse). Heilige ebenso, z.B. Johanniskraut, Jakobslauch (Schnittlauch) oder Josefsblume (Leberblümchen). Jungen und Jungfern sind ebenfalls dabei, siehe Lederne Jungs (Dicke Bohnen) oder Jungfernhemd mit Flöhkrackern (Fingerhut). Hier noch ein paar Kuriositäten:

Ja-den-Geier –> Echtes Labkraut (Galium verum)
Ähnlich wie Jageteufel fürs Johanniskraut (Hypericum perforatum) hängt der Name Jag-den-Geier mit der Allmacht dieser Kräuter zusammen, alles Dämonische bannen zu können.

Immerfröhlich –> Alpen-Gänsekresse (Arabis alpina)
Unverdrossen zeigt diese Alpenblume ihre niedlichen weißen Blüten in strahlendem Weiß, sie ist also stets gut gelaunt. Das gilt ebenso für die Garten-Gänsekresse (Arabis caucasica).

Jungfrau im Hemd –> Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)
Nahe hingehen, genau schauen, schon zeigt die Phantasie einem das Mädel in weißer Wäsche!