Hier mit H wird es mal fabelhaft, hier sprechen Pflanzen von Märchen und Mythen. Es mag sich aber jeder selbst eine mirakulöse Geschichte für die Pflanzen ausdenken und ihnen dann einen weiteren phantastischen Namen verleihen.

Hasenschnäuzchen –> Echtes Leinkraut (Linaria vulgaris)
Hasenmäulchen, Hasenschnapper, Hasenschnüfeli gehen in dieselbe Richtung, alle untermalen die Blütenform. Diese lässt sich wie ein Mund aufdrücken, daher spricht man auch von Löwenmäulchen, Maulaufreißer, Zähneblecker, Froschgoscherl, Nase und Mündchen oder Happhapp. Haaaalllooooo!

Heinzelmännchen –> Weißdorn (Crataegus)
Kleine, leuchtend rote Früchte an dornigen Sträuchern, die am Waldrand oder in der Hecke stehen – das sind Männlein am Hain, eben Heinzelmännchen. In Irland mag man das vielleicht anders sehen, denn dort sind Weißdorne die Sträucher der Feen und anderer sagenhafter Wesen.

Hutzelmännlein –> Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba)
Am Waldstrick, Hexenzwirn oder Teufels Hosenbändern sind Hutzelmännlein, Herrgottsbärte, Weiße Waschl oder Federwische befestigt.

Herkuleskolben –> Weiße Seerose (Nymphaea alba)
Nachdem wir uns heute kaum noch für den keulenförmigen Wurzelstock dieser Wasserpflanze interessieren (früher wurde er in Notzeiten gegessen und als Heilpflanze verwendet), wissen wir auch von alten Volksnamen wie Keulenwurz oder Spindelwurzel nichts mehr. Der griechischen Mythologie zufolge starb die Nymphe (Nymphaea!) in rasender, aber unerwiderter Liebe zu Herakles (Herkules) und wurde in eine Blume verwandelt, die in einem See aus Tränen untergegangen ist.

Hipp-auf –> Giersch (Aegopodium podagraria)
Den kriegt man nicht kaputt, heißt es bei vielen Gärtnern, die sich über das mit Ausläufern weit ausbreitende „Unkraut“ ärgern, das selbst nach intensivem Jäten wieder aufersteht: Hipp-auf!