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Paradiesvogel

Eine extravagante Blume wie ein fantastischer Vogel! Nicht von ungefähr heißt dieses Gewächs Paradiesvogelblume, botanisch Strelitzia reginae (zu Ehren von Königin Charlotte von Großbritannien, geborene Prinzessin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz). In ihrer südafrikanischen Heimat blüht die entfernt mit Ingwer verwandte Staude zwischen Dezember und März (bei uns auf der Nordhalbkugel dagegen eher im Frühsommer).

Die Blüten erheben sich auf langen Stielen bis über die bananenartigen Blätter. Und erinnern doch wirklich an prächtig bunte Vögel, direkt aus dem Paradies. Hat sie nicht ebensolche Farben wie das Gefieder von Eisvogel oder Bienenfresser? Doch mit denen kommt der Wappenblume von Neustrelitz wie von Los Angeles gar nicht zusammen.

Die Bestäubung erfolgt auch durch andere Vögel, insbesondere Nektarvögel – ob die sich von dieser „floralen Artgenossin“ angezogen fühlen? Wohl eher durch den Nektar. Um an den süßen Saft zu gelangen, setzen sich die Vögel auf die „Sitzstangen“ aus blauen Blütenblättern. Die klappen durch das Gewicht der Vögel herunter und geben den Zugang zur Nektarkammer zwischen den orangefarbenen Kronblättern frei. Dabei öffnen sie sich selbst, die Staubblätter kommen hervor und kleben Blütenstaub auf die Vogelbrust. Durch die gefiederten Boten wird der Pollen dann auf die Narben anderer Blüten übertragen.

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