Hör doch mal!

Schon mal an einem Birkenstamm gehorcht? Oder bei einer Buche das Ohr dicht an den Stamm gelegt? Zur richtigen Zeit, an rechten Tag, an der passenden Stelle hört man es da glucksen, blubbern oder rauschen. Darauf weist auch die Bauernregel „Wenn St. Agnes (21.1.) und Vincentius (22.1.) kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen.“ hin.

Frühjahrssaftstrom

Die Bäume mobilisieren ihre Reservestoffe, damit sie die Knospen versorgen und wieder austreiben können. Stärke in den Speicherzellen wird von Enzymen zu Zucker umgebaut. Der Zucker sorgt in den Leitungsbahnen, die knapp unter der Borke liegen, für ein osmotisches Gefälle. Dadurch strömt  Wasser von der Wurzel in die Leitungsbahnen ein. Und genau diesen Saftstrom kann man hören, wenn die Schutzhaut wie bei Birke oder Buche nicht allzu dick ist. Mit einem Stethoskop geht’s übrigens besonders gut. Doch wann genau der Saftanstieg beginnt, lässt sich nicht vorhersagen. Es hängt vom Winter, von der Witterung ab und auch vom Tagesklima. Ein milder Winter und frühlingshaftes Wetter lässt vermuten, dass die Säfte besonders frühzeitig hochsteigen.

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