Wald-Erdbeeren gehörten einst zu den gesegneten Früchten. Es gab sie zuhauf und jeder konnte sich daran satt essen.

Doch eines Tages ging ein Bub in den Wald, pflückte Walderdbeeren und füllte damit sein Körbchen. Um nur ja nichts zu verlieren, deckte er die roten Früchte sorgfältig mit Blättern ab. Auf dem Heimweg traf er Maria, die ihn fragte, was er denn im Körbchen bei sich trüge.
Doch der Bub war voller Misstrauen. Er fürchtete, dass Maria einige Erdbeeren haben wollte. Und weil er nichts von seiner Ernte abgeben oder mit jemandem teilen wollte, entgegnete er der Frage: „Ei nichts!“.
Da meinte Maria zu ihm: „Ja wenn Du nichts im Körbchen hast, dann soll es Dir auch nichts nützen!“
Und seit dieser Zeit wird man von Walderdbeeren nicht mehr satt.

Eine weitere Geschichte findet Ihr hier im Blog: Speise der Seligen