Eisenhut, unverwechselbar?

Er ziert gerade viele Gärten, fällt beim Wandern im Gebirge ins Auge. Dass der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) giftig ist, hat sich weitgehend herumgesprochen. Viele wissen, dass er als die giftigste Pflanze Europas gilt, schon wenige Zehntel-Gramm führen zu ernsthaften Vergiftungen – nur etwas mehr kann tödlich sein. Fatal auch, dass das Gift sehr rasch über unverletzte Haut aufgenommen wird und zu Ausschlägen und Taubheit sowie schwerwiegenderen Beeinträchtigungen führen kann. Beim Verzehr gelangt das Gift unmittelbar über die Schleimhäute in den Körper. Kein Problem, wenn man den Eisenhut als Giftpflanze erkennt und ihn respektvoll wachsen lässt. Gefährlich wird es jedoch, wenn man ihn oder Teile davon verwechselt.

Riechen hilft

Man sollte es nicht glauben, aber trotz seiner typischen Erscheinung wird Eisenhut verwechselt. Weniger die Blüten, aber sehr wohl Blätter und Knollen. Die Blätter werden im Garten schon mal für Blattpetersilie gehalten, die knolligen Wurzeln als Knollensellerie oder Meerrettich angesehen. Wer jedoch alle Sinne einschaltet, dem passiert so etwas nicht – denn der Blaue Eisenhut trägt handförmig fünf- bis siebenfach tief geteilte Blätter, die Blattpetersilie doppelt bis dreifach gefiederte Blätter, die zudem sofort einen charakteristischen Duft von sich geben. Eisenhutwurzeln können ähnlich wie eine Dahlienknolle wirken, mit keulig verdickten Abschnitten – aber sie riechen niemals wie rundlicher Sellerie oder knorziger, stangenförmiger Meerrettich. Mal schnuppern hilft also deutlich. Und nicht vergessen, wer Eisenhut im Garten hat, beim Pflanzen, Rückschnitt, Ausgraben, Teilen stets Handschuhe tragen!

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