Vogelmierennutzen

VogelmiereUnd wenn sie doch lästig wird, die Vogelmiere? Dann einfach mit der Schuffel oder der Ziehhacke darübergehen und wegrechen, dann auf den Kompost geben. Oder direkt an Ort und Stelle etwas zerhacken und in den Boden einarbeiten.

Oder die zarten Blättchen als Delikatesse nutzen – für  Ziervögel. Nicht umsonst heißt das Kraut doch Vogel-Miere. Vor allem Wellensittiche lieben sie, die picken sich gerne die noch weichen Früchtchen ab. Im Zoofachhandel gibt es eigens Vogelmiere – vorgezogen oder als Saatgut – zu kaufen, damit die gefiederten Hausfreunde gesundes Grün bekommen. Vogelmiere ist immer frisch zur Hand, wenn man in Töpfe oder Schalen umsetzt, denn Vögel mögen sie nur frisch.

Vogelmiere statt VitamintabletteAch ja, frisch! Frisch schmeckt die Vogelmiere auch aufs Butterbrot oder in den Quark gerührt, ebenso in der Suppe, im Salat oder im Omelett. Das ganze Kraut ernten, fein hacken – es schmeckt mild und fein, ähnlich wie junge Erbsen, Babymais oder Kopfsalat. Dabei stecken bis zu zehnmal mehr Vitamin A und C, bis siebenmal so viel Eisen, dreimal so viel Kalium und Magnesium drin als im Kopfsalat. Wahrhaft gehaltvolle Kost, oder?

Schnell heil
Nicht zu vergessen sind die Qualitäten der Vogelmiere als alte Medizinalpflanze. Seit der Steinzeit begleitet das Kraut den Menschen – in dieser Zeit hat er gelernt, sie heilbringend einzusetzen. Mit frischem Saft lassen sich Insektenstiche, Wunden und entzündete Hautpartien gut behandeln. Der hohe Vitamingehalt fördert die Wiederherstellung des Gewebes, weitere Inhaltsstoffe wirken gegen entzündungshemmend. Vogelmierenauflagen kann man nutzen, um Splitter aus der Haut zu ziehen.

Für eine Auflage eine Handvoll frisches Kraut in einer Schüssel oder einem Mörser zerstampfen oder zerquetschen, bis Saft austritt. Den Saft auf ein sauberes Tuch geben, das Tuch auf die entsprechende Stelle auflegen. Solche Auflagen lindern auch Schmerzen bei Arthritis, Rheuma und Gicht.

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