Vogelmiere – äußerst hilfreich

Nicht nur als Eis, sondern auch frisch schmeckt Vogelmiere (Stellaria media) gut aufs Butterbrot oder in den Quark gerührt, ebenso in der Suppe, im Salat oder im Omelett. Das ganze Kraut ernten, fein hacken – es schmeckt mild und fein, ähnlich wie junge Erbsen, Babymais oder Kopfsalat. Dabei stecken bis zu zehnmal mehr Vitamin A und C, bis siebenmal so viel Eisen, dreimal so viel Kalium und Magnesium drin als im Kopfsalat. Wahrhaft gehaltvolle Kost, oder?

Viel besser als jede Vitamintablette: Vogelmiere!

Nicht zu vergessen sind die Qualitäten der Vogelmiere als alte Heilpflanze. Seit der Steinzeit begleitet das Kraut den Menschen – seitdem wird sie heilbringend eingesetzt. Mit frischem Saft lassen sich Insektenstiche, Wunden und entzündete Hautpartien gut behandeln. Der hohe Vitamingehalt fördert die Wiederherstellung des Gewebes, weitere Inhaltsstoffe wirken gegen entzündungshemmend. Vogelmierenauflagen kann man nutzen, um Splitter aus der Haut zu ziehen.
Für eine Auflage eine Handvoll frisches Kraut in einer Schüssel oder einem Mörser zerstampfen oder zerquetschen, bis Saft austritt. Den Saft auf ein sauberes Tuch geben, das Tuch auf die entsprechende Stelle auflegen. Solche Auflagen lindern auch Schmerzen bei Arthritis, Rheuma und Gicht.

Auch eine Salbe ist schnell gerührt: Vogelmiere (frisch oder getrocknet), klein schneiden, mit gleicher Volumen-Menge Kokosöl erwärmen. 30 Minuten warm halten. Anschließend noch 24 Stunden zugedeckt stehen lassen, leicht erwärmen, bis die Masse wieder flüssig ist. Durch ein Mulltuch abfiltern, Reste gut ausdrücken. Salbe abfüllen. Im Kühlschrank lagern, damit die Salbe fest bleibt. Haltbarkeit etwa 1 Jahr, zur Entnahme stets einen Holzspatel oder einen sauberen Löffel verwenden.

Das steckt in der Vogelmiere: Saponine, Gerbstoffe, Flavonoide, Phenolsäuren, Kalium
So wirkt die Vogelmiere: antibakteriell, antiviral und fungizid, kühlend, feuchtigkeitsspendend
Da wendet man die Vogelmiere an: zum Lindern von Juckreiz, bei Hautirritationen, Ekzemen, Furunkeln, Pickeln; als milde Zugsalbe, bei leichten Schwellungen und Hautentzündungen

Auch gut: Ein Hautspray mit Vogelmiere. 2 EL Vogelmiere quer zum Stängel klein schneiden, in 100 ml Wasser und ¼ TL Meersalz pürieren und über Nacht kühl stellen. Anschließend abseihen und in einen Pumpzerstäuber füllen. Zur Tonisierung und Reinigung der Haut mehrmals täglich aufsprühen. Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 4-5 Tagen verbrauchen – Produkt ist nicht lange haltbar!

1 Gedanke zu „Vogelmiere – äußerst hilfreich“

  1. Liebe Karin. Schaue fast regelmäßig bei dir vorbei. Ich staune immer wieder was man bei dir so alles lernen kann. Vielen Dank

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