Kost-bar: Heidelbeere

Blütenglöckchen so zierlich, Blättchen so frisch – Heidelbeeren sollten uns auch jetzt ins Auge fallen (nicht nur, wenn sie voller blauer Früchte hängen). Vaccinium myrtillus, der Artzusatz des botanischen Namens der Heidelbeere spielt auf die Ähnlichkeit ihrer Blätter mit denen der Myrte (Myrtus communis) an. Heidelbeerblätter schmecken überraschend gut, herb-säuerlich, durchaus eine Kostprobe wert. Aber nicht zu viele pflücken, denn sie sind kostbar.

Früher galten Heidelbeerblätter einmal als hoffnungsvolle Pflanzenheilmittel gegen Diabetes, aufgrund ihres Gehaltes an „pflanzlichem Insulin“. Es ist nicht geklärt, ob ihr hoher Gehalt an Chrom dafür verantwortlich ist, den Blutzuckerspiegel beeinflussen zu können – volksheilkundlich werden Heidelbeerblätter wegen ihrer Gerbstoffe gerne gegen Magen-Darm-Beschwerden, aufgrund der antibiotisch wirksamen Stoffe gegen Harnwegs- und Blasenentzündungen sowie allgemein zur Stoffwechselanregung verwendet. Doch sollte man sich im Genuss beschränken. Einerseits können die vielen Gerbstoffe in größeren Mengen und auf Dauer schädlich werden, andererseits brauchen die Pflanzen ihre Blätter, damit sie genügend Sonnenlicht in Zucker umwandeln und damit ihre Früchte zur Reife bringen.

Ein paar Blätter werten einen Salat, ein grünes Smoothie, einen Kräuterquark kost-bar auf!

 

2 Gedanken zu „Kost-bar: Heidelbeere“

  1. Hallo Karin!

    Mich würde interessieren was Sie davon halten, Pflanzen online zu bestellen?

    Der nächste Blumenladen ist so weit weg von mir und ich müsste meine gekauften Blumen entweder zu Fuß oder auf dem Fahrrad transportieren…
    Eine Freundin hat mir empfohlen mich mal hier umzusehen: http://www.welt-der-pflanzen.de
    Was ansich eigentlich auch eine ganz schöne Idee ist! Zumindest ist es praktischer…

    Allerdings habe ich einige Bedenken über den Zustand der Pflanzen, wenn sie dann nach einer längeren Fahrt bei mir ankommen…

    Was denken Sie?
    Ich freue mich auf eine Antwort! 🙂

    Antworten
    • Schnittblumen per Postboten, Balkonblumen im Paket – alles schon ausprobiert. Funktioniert! Erstaunlich gut. Die speziellen Verpackungen halten die Pflanzen in Form, der schnelle Versand sie frisch. Ich hätte es kaum für möglich gehalten. Allerdings: Vorher ansehen, dran schnuppern, mal fühlen, das geht leider nicht. Außerdem gefallen mir oft die Kompositionen der Sträuße nicht. Der individuelle Stil vom Floristen fehlt, meine persönlichen Wünsche werden auch nicht berücksichtigt.
      Und noch eine Frage bleibt offen: Was sind das für Blumen, unter welchen Bedingungen sind sie gewachsen, wie viele Menschen mussten dafür schuften, was haben die verdient, wie wurde produziert, welche Spritzmittel haften darauf, wie viel Kerosin wurde für den Transport in die Luft geblasen… Mir ist der kleine Strauß aus eigenem Garten, vom Feld viel lieber.

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