Hab mich doch mal lieb

Einmal in den Arm genommen werden, eine zärtliche Berührung, ein ermunterndes Schulterklopfen – leider in Corona-Zeiten weitgehend verwehrt, immerhin aber unter den Mitgliedern eines Hausstands möglich. Jeder von uns braucht seelische Streicheleinheiten. Leute, ein bisserl knuddeln, busseln und eiala ist doch so wichtig und tröstlich.

Habmichlieb, heißt ein kleines Blümchen, das ich in den Alpen immer wieder bewundere: Die Zwerg-Primel (Primula minima). Die muss man einfach liebhaben. Nur zum Umarmen, da ist sie wirklich zu klein (- außerdem im Moment unerreichbar, weil hinter gesperrten Grenzen).

Aber wer gerade niemanden zum Kuscheln um sich hat, der kann zumindest mal nach draußen schauen: Bienchen und Blümchen brauchen nämlich nicht wie wir einen Sicherheitsabstand halten! Schau, wie lieb!

Gleich und gleich

Ein Blumenglöckchen
Vom Boden hervor
War früh gesprosset
In lieblichem Flor;

Da kam ein Bienchen
Und naschte fein: –
Die müssen wohl beide
Füreinander sein.

Johann Wolfgang von Goethe

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