Adventsapfel Nr. 19

Adventsapfel Nr. 19

Apfel PreisBillig: Fürs Kilogramm Äpfel der Handelsklasse 1 (sehr hohe Qualität mit sortentypischen Eigenschaften, höchstens leichte Fehler bei Form und Farbe, Fruchtfleisch ohne Mängel, Durchmesser je nach Sorte 50 bis 65 mm) bekommen die Apfelbauern kaum über € 0,40, in manchen Jahren gar nur € 0,15.
Spottbillig: Pro Kilogramm Äpfel werden von den Großmostereien oft gerade mal € 0,05, manchmal noch viel weniger vergütet. Ausnahme sind einige Streuobstinitiativen (z.B. EinHeimischer in Mittelfranken, Wiege des deutschen Obstbaus), bei denen es um den Erhalt der Kulturlandschaft Streuobstwiesen geht.
Die Konkurrenz aus Übersee ist groß, der weltweite Preiskampf um Äpfel enorm.
Teuer: Für makellose Äpfel bestimmter Sorten legen Japaner 15-17 US-Dollar (rund € 15) auf die Ladentheke, pro Stück! `Japans Bester´wird inzwischen sogar nach China exportiert und erzielt in den Großstädten dieselben Preise. Wobei ein chinesischer Apfel gerade einmal ein Hunderstel, also 17 US-Cent (rund € 0,15) kostet. Vom `Weißen Wintercalville´(auch Paradiesapfel, Himbeerapfel, Quittenapfel, Weißer Kardinal genannt) wurden die Früchte einst einzeln in Seidenpapier gewickelt und an die Höfe der Adeligen geliefert – als Schauobjekte für die Tafel bei großen Festessen, danach wieder sorgfältig eingepackt. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts lag der Preis bei 3 Reichsmark pro Kilogramm. Das entspricht mehr als € 12 nach heutigen Verhältnissen. Wenn man bedenkt, dass ein Inspektor damals knapp über 400 Reichsmark im Monat verdiente (entspricht ungefähr € 1750)…

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