Vergleiche mit Alltagsgegenständen, Hinweise auf Verwendungen, Ähnlichkeiten mit Tieren und viele andere Motive sorgten dafür, dass deutsche Pflanzennamen so vielfältig sind – wovon jedoch viele in Vergessenheit zu sinken drohen. Halten wir sie lebendig, etwa solche, die mit K beginnen.

Käseteller –> Margerite (Leucanthemum)
Kann man aus Margeriten Käse herstellen? Kuh frisst Margerite, gibt weiße Milch, daraus wird gelber Käse… Oder liegt da ein goldgelber Käse auf einem blütenweißen Teller? Scheint so, und genau das ist der Grund für diesen Namen.

Kaffeetasse –> Zaunwinde (Calystegia sepium)
Einwegbehälter für ein aufmunterndes Heißgetränk? Das wär’s doch! Die glockige Blüte erinnert an eine Tasse aus edlem Porzellan, auch „weißes Gold“ genannt. Mehr zur Zaunwinde im Blog HIER und HIER.

Katzenpratzerl –> Wundklee (Anthyllis vulneraria)
Wie häufig muss man die Pflanzen nur genau betrachten, dann ergeben sich ganz von selbst bunte Bilder. Sehen die gelben, gekrümmten und wollig behaarten Blüten nicht wahrlich wie Katzenpfoten aus?

Kindergeld –> Zittergras (Briza)
Herzchen, Brötchen oder Geldstückchen – alles in ganz klein und deshalb für Kinder, das stellen die Ährchen des Zittergrases dar. Oder ähneln sie doch eher Wanzen, Läusen, Flöhen…?

Knallerbse –> Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris)
Drückt man die aufgeblasenenen Blütenkelche an der Öffnung zusammen und klatscht sie gegen Handrücken oder Stirn, gibt’s ein krachendes Geräusch beim Zerplatzen – ähnlich wie bei der Bäckertüte, die man aufpustet und zerknallt. Noch mehr Namen für diese Wiesenblume? Bitte HIER klicken.