Schlehen

Schlehen

Schlehen am StrauchWer jemals eine frische Schlehe (Prunus spinosa) vom dornigen Strauch gegessen hat, vergisst das nie. Die blau-schwarzen Früchte ziehen einem alles zusammen und schmecken sehr herb. Ganz anders mundet dagegen das berühmte Schlehenfeuer, das fruchtig süß über die Zunge rinnt und im Magen für Wärme sorgt. Schlehen wollen eben richtig verwertet sein, um ihre wahren Werte zu offenbaren.

Märchenhaft
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Nicht Weißdorn, nicht Hasel, nicht Apfelbaum, nein, dem Schlehdorn gebührt die Ehre. Der wächst nicht hinter den sieben Bergen, nicht bei den sieben Zwergen, sondern ist ein weithin verbreiteter Heckenstrauch. Weiß wie Schnee blühen die Sträucher zeitig im Frühling, rot wie Blut färbt der Saft ihrer kleinen Steinfrüchte, schwarz wie Ebenholz ist die Rinde. Wie Schneewittchen.
Eine andere Geschichte erzählt, dass der Kreuzdorn die Schlehe einst fälschlich bezichtigte, die Dornenkrone Jesu gegeben zu haben. Der Schlehdorn ärgerte sich daraufhin schwarz und bekam vor Gram extrem saure Früchte. Doch der liebe Gott überschüttete den armen Strauch im Frühling mit einem weißen Blütenkleid zum Zeichen seiner Unschuld.

Fortsetzung folgt…

1 Kommentar
  • Frank
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    Îch konnte unlängst lesen, das man früher unreife Schlehen zum Schwarzfärben von Wolle verwendete?
    Zudem wird auch viel mystisches über ie Schlehe erzählt:
    „Wie alle Dornsträucher galt auch der Schlehdorn als Abwehrstrauch gegen das Böse. Am Walpurgisabend hefteten die Bauern Schlehdornzeige an die Stalltüre, um den Hexen den Einlass zu verwehren. Gerede im Frühjahr, wenn die Schlehe wie in einer Wolke aus Blüten da steht, soll sie besondere Kraft haben. In Böhmen glaubte man, dass man mit den ersten Blüten Flöhe aus den Betten vertreiben kann. Schlehenblüten in Milch aufgekocht galten als Mittel gegen zu viele Sommersprossen. Ißt man die ersten drei Schlehdornblüten, die man im Frühjahr sieht, dann ist man das ganze Jahr vor Sodbrennen geschützt. Bricht man vom blühenden Schlehdorn einen Dorn und reibt damit das Zahnfleisch verschwinden die Zahnschmerzen. Am Abend vor St. Martin soll man Schlehdornzweige auf die Blumenbeete legen um die Blüten vor Frost zu schützen.“
    Quelle http://www.soonwald.de/cms/front_content.php?idcat=67&idart=253&lang=1
    Ich hoffe ich habe nichts wiederholt oder vorgegriifen.
    LG

    23. Oktober 2015 um 20:18

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