Novembergedanken, gar heiter

Novembergedanken, gar heiter

FruchtstandNovember – eigentlich denke ich da an Grau, Nebel, Sturm, Frösteln, Trübsinn, miese Laune. Doch dieses Jahr war alles anders. Der November war eher ein Mai, frühlingshaft mild und sonnig heiter. Da hatten selbst die Spinnen noch Lust und Laune, seidene Fäden für glitzernde Tauperlen aufzuhängen…

3 Kommentare
  • Angela
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    Friede der Kreatur

    Spinnen waren mir auch zuwider
    All meine jungen Jahre,
    Ließen sich von der Decke nieder
    In die Scheitelhaare,
    Saßen verdächtig in den Ecken
    Oder rannten, mich zu erschrecken,
    Über Tischgefild und Hände,
    Und das Töten nahm kein Ende.

    Erst als schon die Haare grauten,
    Begann ich sie zu schonen
    Mit den ruhiger Angeschauten
    Brüderlich zu wohnen;
    Jetzt mit ihren kleinen Sorgen
    Halten sie sich still geborgen,
    Lässt sich einmal eine sehen,
    Lassen wir uns weislich gehen.

    Hätt’ ich nun ein Kind, ein kleines,
    In väterlichen Ehren,
    Recht ein liebliches und feines,
    Würd’ ich’s mutig lehren,
    Spinnen mit den Händen fassen
    Und sie freundlich zu entlassen;
    Früher lernt’ es Friede halten
    Als es mir gelang, dem Alten.

    Gottfried Keller (1819-1890)

    25. November 2009 um 1:09
  • Hallo Karin,
    eben habe ich von Renate (das kunterbunte Katzenblog) den Tipp bekommen mir mal genauer Deinen Blog anzusehen. Stimmt, hier ist es schön! Und da werde ich gleich mal Deinen Link mit zu uns nehmen, um an den ‚langen Winterabenden‘ – die sind jedoch noch fern … hier ausgiebig zu stöbern.

    Ja, dieser November ist mal wieder wie in den letzten Jahren: Nix von Grau und Nebel zu sehen. Da war der heftige Wintereinbruch im letzten Jahr wohl eher die Ausnahme. Und so ‚kräucht und fleucht‘ noch so einiges im Garten …
    Dazu schicke ich Dir am Besten mal eine Mail!

    Liebe Grüße
    Silke

    25. November 2009 um 10:04

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